Ergebnisse des Workshops "Hot-Spots der Software-Entwicklung"
Eintrags-ID: 7891
Am 11. Juli 2002 diskutierten 25 Teilnehmer aus Forschung und Wirtschaft über die "Hot-Spots" in der Software-Entwicklung:

  • Modellierungstechniken zur Beschreibung großer Software-Systeme,
  • Integrationsfähigkeit verschiedener IT-Systeme,
  • Optimierung der Qualitätssicherung und
  • Kompetenz der Mitarbeiter
seien die Erfolgsfaktoren in der Software-Entwicklung - so das Fazit des Workshops "Hot-Spots der Software-Entwicklung" an dem IT-Verantwortliche aus führenden Unternehmen über die Herausforderungen im Software Engineering teilnahmen.

Was sind die individuellen Anforderungen, Erfahrungen, Probleme und Lösungsansätze in der Unternehmenspraxis? Das waren die zentralen Fragestellungen und Ausgangspunkt für eine Diskussionsplattform. Referenten und Teilnehmer berichteten über individuelle Herausforderungen und Herangehensweisen in der Software-Entwicklung. Der Erfahrungsaustausch wird weiter gehen: Ziel ist ein regelmäßig stattfindendes Diskussionsforum.

Der Workshop zeigte, dass die IT-Fach- und Bereichsleiter die Knackpunkte der Software-Entwicklung sehr unterschiedlich wahrnehmen. Der wichtigste Erfolgsfaktor liegt im Menschen selbst - so ein Referent der Veranstaltung. Schwächen in der Kompetenz der Projektmitarbeiter können durch Stärken der verfügbaren Methoden, Tools und Technologien nicht ausgeglichen werden.

Andere sehen großen Handlungsbedarf in der Integrationsfähigkeit von IT-Systemen. Analysten sagen schon heute, dass ca. 30 - 40 Prozent des gesamten IT-Budgets eines Unternehmens für die Anwendungsintegration und damit für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Pflege von Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen IT-Anwendungen verbraucht werden. In Konsequenz ist eine Harmonisierung von Systemarchitekturen und Systemlandschaften anzustreben. Darüber hinaus müssen system- und organisationsübergreifende Geschäftsprozesse und deren IT-Unterstützung weiter in den Mittelpunkt rücken.

Andere IT-Entscheider legen ihren Fokus auf die Beherrschung komplexer Software-Systeme und unternehmensweite bzw. -übergreifende Systemlandschaften. Die angemessene Beschreibung und Modellierung der Anforderungen solcher umfassenden Software-Systeme auf höheren Abstraktionsebenen ist zwingend erforderlich, um Abhängigkeiten zu erkennen und Testfälle zu generieren. Verfügbare Methoden wie UML werden nicht als ausreichend empfunden.


In ähnlichem Rahmen traf sich am 21.10.02 in München das "European Network for Agile Methodologies Experience" (NAME) um in Kooperation mit dem Projekt ViSEK und der Leitung der TU München, Prof. Broy, Erfahrungen in Bezug auf den Einsatz agiler Methoden in der industriellen Praxis auszutauschen. Ca. 15 Vertreter Software entwickelnder Unternehmen diskutierten insbesondere die Chancen und Risiken des Verzichts auf umfangreiche Planungsphasen und die Reduzierung des Dokumentationsumfangs sowie die daraus entstehenden Konsequenzen für die Vertragsgestaltung und das Kundenmanagement.

Hinweise und Informationen zu allen von ViSEK organisierten Veranstaltungen erhalten Sie im Veranstaltungskalender des ViSEK-Portals.
Downloads

Hotspots_Pressemitteilung.pdfHotspots_Pressemitteilung.pdf    
 97,13 KB

Downloads
 
Zum Seitenanfang Top Drucken Impressum AGB
Home

VSEK ©2001-2012