Dieser Baustein ist dem Problem der sich ändernden Anforderungen (technisch oder fachlich) gewidmet und beschreibt die Einführung einer Änderungskontrolle.
In dem Buch Software Project Survival Guide von Steve McConnell wird zu Beginn folgender Satz geprägt: "Gute Projekte kontrollieren Änderungen, schlechte lassen sich durch Änderungen kontrollieren."
Obwohl Änderungen im Projekt in der Regel unvermeidbar sind, muss verhindert werden, dass unkontrollierte und leichtfertige Änderungen an Anforderungen, Projektzielen, Systemspezifikation, etc. den Erfolg des Projektes gefährden. Aus Sicht des Projektmanagements bedeutet es nämlich, dass in der Regel die Grundlage der Projektsteuerung, der Projektplan, in Frage gestellt wird. Hierin besteht für viele Projekte ein wesentliches Risiko. Andererseits bieten sinnvolle Änderungen an Zielen und Anforderungen gute Chancen, ein bedrohtes Projekt wieder in ein stabile Lage zu bringen. Durch die Einführung einer systematischen Änderungskontrolle wird die Umsetzung aller sinnvollen Änderungen ermöglicht und außerdem sichergestellt, dass ihre Auswirkungen projektweit verstanden und akzeptiert werden.
Zudem ist zu unterscheiden, auf welcher Ebene die Entscheidungen über die anstehenden Änderungen stattfinden müssen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die wichtigen Entscheidungsträger im Projekt mit der Änderung befassen. Entscheidungen, die auf eine Veränderung der vertraglich festgelegten Rahmenbedingungen hinauslaufen, müssen im Steuerkreis behandelt werden, der im Allgemeinen aus Vertretern von Auftraggeber, Auftragnehmer und der Projektleitung besteht. Für die Änderungen auf operativer Ebene ist ein Change Control Board einzurichten, das aus Vertretern der Anwender, Entwickler, Qualitätssicherung, Projektleitung, Dokumentation usw. zusammengesetzt ist.
Um die Einrichtung einer Änderungskontrolle erfolgreich zu bewältigen, ist