Eintrag kommentierenErfahrung zum Thema berichtenEintrag bewerten
Dieser Eintrag wurde im Schnitt mit 0 von 5 Punkten bewertet
Verfahren
Modellierung der Anforderungen
Aktivität:6216
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
Durchzuführende Aktivität
Nachdem die Anforderungen durch den Systemanalytiker textuell überarbeitet wurden und die Anforderungen eine gewisse Stabilität erreicht haben, beginnt der Fachexperte (Anwender) zusammen mit dem Softwareentwickler (Modellierer) mit der groben Modellierung der Anforderungen. Diese erfolgt immer aus der Sicht des Anwenders bzw. Fachexperten. Bei jeder Modellierung werden sehr viele Fragen entstehen, die verbesserungsbedürftige Stellen des Anforderungsdokuments hinweisen.

Die folgende Schritte sind bei der Modellierung der Anforderungen zu durchlaufen:

  • Fachklassenmodellierung
  • Modellierung der Benutzungsoberfläche
  • Modellierung der fachlogischen Architektur
  • Infrastrukturmodellierung
Fachklassenmodellierung
Gegenstand der Fachklassenmodellierung sind fachlich motivierte Klassen, die einen Begriff aus dem Anwendungsbereich repräsentieren. Sie beschreiben einen Gegenstand, ein Konzept, einen Ort oder eine Person aus dem realen Geschäftsleben in einem Detaillierungsgrad, wie er vor allem auch von Fachabteilungen und Managern verstanden werden kann. Die Klassen werden mit wenigen ihrer Eigenschaften, mit ihrer Definition und einer Kurzbeschreibung ihrer Aufgaben sowie die Beziehungen untereinander erfasst.
Basis der Fachklassenmodellierung sind dabei die Glossar Anwendungsfälle, das Fachlexikon, CRC-Karten und eventuell vorhandene Referenzmodelle. Die Fachklassenmodellierung ergibt einen ersten strukturellen Überblick über den Anwendungsbereich.

Modellierung der Benutzungsoberfläche
Die Benutzungsoberfläche wird auf der Basis der bisher ermittelten Anforderungen an das System modelliert, um allen Stakeholdern einen ersten Eindruck der zu entwickelnden Oberfläche des Anwendungssystems zu geben. Sie kann mit einem sogenannten Papierprototyp oder elektronischen Prototyp erfolgen.
Während die Papierprototypen zu Beginn der Analyse verwendet werden, da mehr über grundlegende Abläufe, Darstellungen und Funktionen diskutiert wird, sind die elektronischen Prototypen eher für die Detaildiskussionen hilfreich.
Es ist wesentlich schneller, das grobe Layout einer Maske auf Papier zu skizzieren, als es mit irgend einem Tool möglich ist. Die Benutzungsoberfläche sollte möglichst frühzeitig modelliert werden, weil diese Darstellung des Anwendungssystems für die Anwender leicht verständlich und gut nachzuvollziehen ist. Somit fallen den Stakeholdern fehlende Funktionalitäten oder ungeeignete Eigenschaften schneller auf, als das in Klassendiagrammen der Fall ist.
Für die Modellierung kann z. B. Papier mit Bleistift, Flipchart, Whiteboard und Karteikarten oder auch eine PowerPoint-Folie benutzt werden.

Modellierung der fachlogischen Architektur
Die fachlogische Modellierung umfasst 3 Elemente:

1. Die Modellierung der Daten mit ihren Attributen in Klassen. Diese Klassen werden auch als Geschäftsklassen, Businessklassen, Geschäftsobjekte oder Businessobjekte bezeichnet.
2. Die Modellierung der Komponenten-Architektur,
3. Die Beschreibung der Komponenten-Schnittstellen und die Modellierung von Aktivitätsdiagrammen als Beispielabläufe zwischen oder innerhalb der Komponenten.

Genaue Beschreibung siehe (Fachlogische Architektur).

Durch die Modellierung der fachlogischen Architektur werden sehr genau die Anforderungen verifiziert, d.h. danach sind die Anforderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig und widerspruchsfrei. Gleichzeitig schafft man eine formale Beschreibung, die Grundlage für die Software-Entwicklung ist.

Infrastrukturmodellierung
Die Infrastrukturmodellierung erfasst die operationale Sicht auf das System. Hierzu zählen unter anderem das technische System (mit Hardware, Plattformen, Lokationen, Verbindungen), die Platzierung der Softwarekomponenten im Rahmen des technischen Systems, die Konfiguration und das Management des Systems (Kapazitätsplanung, Softwareverteilung, Datensicherung und Wiederanlauf).
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
 Eintrag kommentieren 
 Eintrag bewerten 
 Erfahrung zum Thema berichten 
Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben.
 
Zum Seitenanfang Top Drucken Impressum AGB
Home

VSEK ©2001-2012