Voraussetzung für die Zeitplanung ist das Vorhandensein eines Projektstrukturplans und ggf. die Terminplanung aus dem vorherigen Planungszyklus.
Durchzuführende Aktivität
Der Terminplan gibt an, wann mit der Erledigung der einzelnen Aufgaben begonnen werden soll und wann diese beendet sind. Er dient maßgeblich der zeitlichen Steuerung des Projektes. Eine seriöse und fundierte Terminplanung basiert auf den Ergebnissen der Strukturplanung, Ressourcenplanung und Aufwandsplanung (Überblick: Methoden der Aufwandsschätzung). Daher ist die Terminplanung der fünfte Schritt im Projektplanungszyklus (Projektplanung). Im ersten Durchgang wird zunächst die Planung der Abläufe angegangen, bevor es zur eigentlichen Planung der Fristen- und Termine kommt. Bei großen Projekten kann man die Komplexität der Planungsaufgabe durch einen zusätzlichen Phasenplan (Phasenplanung) beherrschbar machen.
Ablaufplanung
Zur Vorbereitung der Terminplanung legt man die logische Anordnung der Arbeitspakete, Aufgaben und Ereignisse (Meilensteine) von Projektanfang bis Projektende fest. Diese Anordnung ergibt sich aus den Beziehungen zwischen den Elementen des Projektplans. Diese Beziehungen können sich auf vielfältigen Ebenen ergeben, so zum Beispiel aus den technologischen Gegebenheiten oder aus organisatorischen Notwendigkeiten (z.B. Verfügbarkeit von Ressourcen). Wichtig ist es, die einzelnen Gründe für die Beziehungen zwischen den Planungselementen zu dokumentieren. Dabei entsteht eine Reihenfolge zwischen den Planungselementen, d.h. Arbeitspaket, Aufgaben und Ereignisse stehen in einer Vorgänger- und Nachfolgerbeziehung und man erhält eine vollständige Vernetzung der Elemente (Vorgehen bei der Teminplanung).
Terminplanung
Es gilt nun, die in der Aufwandsschätzung ermittelten Aufwände mit den in der Ressourcenplanung festgestellten Kapazitäten und den in der in der Ablaufplanung identifizierten Abhängigkeiten in Relation zu setzen und diese Faktoren gegeneinander so abzustimmen, dass die gesetzten Projektziele erreicht und die Rahmenbedingungen eingehalten werden.
Hierfür sind vielfältige Methoden entwickelt worden. Sie unterscheiden sich im Informationsgehalt und damit auch im Erstellungs- und Pflegeaufwand. Nachfolgend seien die gebräuchlichsten aufgezählt:
Geschwindigkeitsdiagramm
Terminliste
Balkenplan
vernetzter Balkenplan
Netzplan
Je nach Umfang des Projektes und Fortschritt im Projektplanungsprozess eignen sich die genannten Methoden unterschiedlich. Im Vergleich von Terminplanungsmethoden wird die Eignung der verschiedenen Methoden bezüglich einer Reihe von Planungsanforderungen dargestellt.
Für die Erstellung der Terminplanung mit Hilfe dieser Methoden lässt sich ein allgemeines Vorgehen bei der Teminplanung beschreiben.
Ergebnis der Aktivität
Als Ergebnis erhält man eine neue oder überarbeitete Terminplanung.