Mit Hilfe der State-Chart Modellierung kann das Verhalten der Domäne modelliert werden. Zudem lassen sich durch entsprechende sog. Action-Languages Objekte erstellen bzw. löschen sowie Werte davon setzen und wieder auslesen.
In Abbildung 1 ist die Selektion, Eingabe der Menge und abschließende Bestätigung eines Artikels für den (virtuellen) Einkaufswagen eines Onlinesupermarktes (vgl. Klassendiagramm) dargestellt.
Abbildung 1: Verhaltensmodellierung (virtueller) Einkaufswagen (bitte anklicken für eine vergrößerte Darstellung)
In dem State-Chart werden für die Aufnahme des Artikels in die Anfrage folgende Zustände durchlaufen:
1. Aufbau der Beziehungen des Assoziationsobjekts mit dem Artikel- und dem Einkaufswagenobjekt. Dazu werden die Objekte zuvor über die mit dem Event übergebenen IDs referenziert (ggf. analog in den beiden weiteren Schritten).
2. Berechnung der Assoziationsobjektdaten, wie Rabatt (über die Methode Rabatt_berechnen), WertderSelektion und PreisproEinheit.
3. Setzen des Zeitstempels und berechnen des Gesamtpreises des Anfrageobjekts.
Die Modellierung der State-Charts hängt dabei eng mit dem bereits vorgestellten (vgl. Klassendiagramm) zusammen. Sinnvollerweise sollte die Werkzeugunterstützung eine parallele Entwicklung beider Modelle erlauben, da es in vielen Fällen schwierig ist ein Strukturdiagramm vollständig ohne Kenntniss des Verhaltens zu modellieren und umgekehrt.