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Verfahren
Domänenmodellierung
Methode/Technik:5884
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Beschreibung
Mit Hilfe der Domänenmodellierung wird zunächst ein System in kleinere in sich geschlossene Begriffssysteme (Domänen) unterteilt. Dies dient u.a. dazu sich mit den Begriffen einer Domäne und deren Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Dieser Vorgang wird oftmals parallel zur Anforderungsanalyse durchgeführt.

Die Domänenmodellierung dient dazu klare (begriffliche) Grenzen zu schaffen und damit letztendliche auch eine notwendige Trennung von Funktionalitäten zu gewährleisten (An welcher Stelle wird eine bestimmte Funktionalität realisiert?). Durch diese klare Aufsplittung werden die notwendigen Abstraktionsebenen für die MDA geschaffen, da hier die eigentliche Funktionalität von der technischen Realisierung getrennt wird.

Zu diesem Zweck wird zunächst ein Domain Chart entwickelt, der einzelnen Domänen identifiziert und miteinander (grob) in Beziehung setzt.

Anschließend (oder auch parallel) werden die USE-CASES entwickelt, wobei diese eine oder auch mehrere Domänen überspannen können. Wichtig ist hierbei allerdings, dass das verwendete Vokabular aus den überspannten Domänen kommt.

Die (strukturelle) Modellierung der einzelnen Domänen wird anschließend über eine Klassenmodellierung im Detail fortgesetzt, wohingegen die Verhaltensmodellierung über entsprechende State-Charts durchgeführt werden kann. Beides geschieht jeweils in bidirektionaler Richtung bzgl. der verwendeten Modellierungskonstrukte, da bspw. das State-Chart nur die Entitäten in einen Ablauf setzen kann, die aus einer Klasse stammen und anders herum enthält die Klasse diejenigen Operationen, die im State-Chart ausgeführt werden. Beide basieren dabei grundsätzlich auf dem definierten Vokabular der Domäne und dienen dazu sukzessive die Domänenmodellierung zu verfeinern.

Im Anschluß an die Modellierung der einzelnen Domänen werden deren Beziehungen untereinander festgelegt. Dies geschieht i.A. durch eine (abstrakte) Spezifikation der bereitgestellten und der benötigten Funktionen der Domänen.

Bereits auf dieser frühen Modellierungsebene lassen sich Verifikationstechniken ansetzen, sofern die Modelle präzise (ausführbar) modelliert sind . Der hohe Abstraktionsgrad ist diesbezüglich insbesondere sogar in besonderer Hinsicht interessant für Model Checking Techniken, da in diesem Fall eine geringere Komplexität (aufgrund weniger Zustände) vorhanden ist im Bezug zu Modellen, die eine höhere Detailfülle aufweisen.

Gerade diese abstrakten Funktionen sind oftmals grundlegend und sollten daher möglichst früh (z.B. auf Konsistenz zueinander, oder ob bestimmte Zustände erreichbar sind) geprüft werden, um grobe Modellfehler früh im Entwicklungsprozess zu erkennen und damit den Änderungsaufwand so gering wie möglich zu halten.

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