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Arbeitsmaterialien
Management von Projektrisiken
Komponente:5781
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Beschreibung der Komponente
Diese Komponente beschreibt das Risikomanagement in Softwareprojekten. Risikomanagement wird nicht nur einmal durchgeführt, sondern ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich über den gesamten Lebenszyklus des Projektes hinzieht. Risiken zu identifizieren und auf die festgestellten Risiken zu reagieren, sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen eines Projektes.

Zu den Risiken gehören insbesondere:
Aufgabe des Projektkoordinators ist es, den störungs- und reibungslosen Ablauf von Projekten zu sichern. Daher gehört es zu seinen Aufgaben, in regelmäßigen Abständen (wöchentlich) ein aktives Risikomanagement zu betreiben. Ziel dieses Teilprozesses ist es, potenzielle Probleme oder Gefährdungen des Projekts frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Auch bereits vor der Startphase des Projektes sollte der Projektleiter sich ausgiebig mit den speziellen Risikofaktoren seines Projektes auseinandersetzen und diese in die Risikoplanung übernehmen.

Ein Projektleiter muss ein Gespür für mögliche Konflikte haben. Er muss schauen, wo im Projekt Konflikte drohen und möglichst vorbeugend tätig werden (siehe Früherkennung, Vorbeuge- und Vorsorgemaßnahmen). Bei ausgebrochenen Konflikten muss er den Ursachen nachgehen und nach Lösungen suchen, damit es nicht zu schädlichen Dauerkonflikten kommt. Schließlich muss ein Projektleiter mitwirken, dass ein offener Kampf der Konfliktgegner vermieden wird und ein Konflikt auf friedliche Art beendet wird, zum Beispiel durch Gegenüberstellungen und Aussprachen der Konfliktpartner.

Um Projektrisiken zu minimieren, werden Risiken, die das Projekt behindern oder beeinträchtigen könnten, regelmäßig analysiert und dokumentiert (siehe Risiko-Monitoring und Berichtswesen). Der Projektkoordinator überlegt, welche Probleme bei den aktuellen Projektvorgängen auftreten könnten.

Die Risikoanalyse ist die erste Phase des Risikomanagement-Prozesses (Manfred Burghardt, "Projektmanagement: Leitfaden für die Planung, Überwachung und Steuerung von Entwicklungsprojekten", Abschnitt 3.7). Die Risikoanalyse besteht aus der Risikoidentifikation (siehe Abbildung) und der sich anschließenden Risikobewertung (Prüfen des Risikopotenzials).



Die Wertung der Risiken erfolgt nach den Kriterien „Gefahrenpotenz“ und „Wahrscheinlichkeit“, die Priorisierung nach dem Risikopotenzial. Es werden also die Wahrscheinlichkeit des Auftretens und die Auswirkungen beim Eintritt der Ereignisse berücksichtigt. Risiken mit hohem Gefährdungspotential und / oder hoher Eintrittswahrscheinlichkeit werden aktiv und systematisch abgeklärt.

Die zweite Phase des Risikomanagement-Prozesses ist die Risikoabsicherung. In dieser Phase wird eine Maßnahmenplanung und –bewertung (Festlegen geeigneter Gegenmaßnahmen) und ein Risiko-Controlling vorgenommen. D.h. es werden zunächst geeignete Maßnahmen festgelegt, um Projektgefährdungen präventiv zu verhindern bzw. zu entschärfen. Anschließend werden die geplanten Interventionen organisiert bzw. durchgeführt.
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