In dieser Komponente werden Möglichkeiten zur Erfassung von Risiken aufgezeigt, die sich auch mit sozialen Aspekten beschäftigen.
Die Aufgabe, der man sich in diesem Zusammenhang stellen sollte ist: Wie können die Mitarbeiter Risiken mitteilen, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren? Da es zu dieser Frage sehr viele Möglichkeiten gibt, sollen an dieser Stelle nur einige genannt werden.
Man kann einen Risikoagenten engagieren, der die Probleme und Schwierigkeiten sieht. Dieser sollte nicht zum Kreis derjenigen gehören, die das Projekt in jedem Fall erfolgreich meistern wollen, sondern sollte auch einen kritischen Blick besitzen. Außerdem sollte er die erkannten Risiken nicht lautstark verkünden, und damit die Kollegen verunsichern, sondern sie auf vertrautem Wege der Projektleitung mitteilen.
Mittels eines anonymen Postfaches, das nur vom Projektleiter geleert werden kann, können die Mitarbeiter ihre Bedenken mitteilen, ohne dass sie mit Konsequenzen zu rechnen haben.
Auch ist der anonyme E-Mail-Versand eine gute Möglichkeit den Mitarbeitern einen Kommunikationsweg zu öffnen, ohne dass sie ihr Gesicht verlieren, auch wenn diese Möglichkeit oftmals daran scheitert, dass der Systemadministrator die Einrichtung solch eines Postfaches verweigert.
Eine simple, aber doch nur sehr schwer umzusetzende Möglichkeit ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich kein Mitarbeiter dafür schämen muss, dass er seine Bedenken äußert.
Ebenfalls können Erfahrungswerte aus früheren Projekten zu Hilfe genommen werden, um eine möglichst erschöpfende Erfassung potenzieller Risiken zu erhalten.