Die meisten Firmen können keine fundierte Aussage dazu treffen, wie zuverlässig oder wie leicht wartbar die eigene Software ist. Dies liegt daran, dass der Aufwand gescheut wird, Prozesse und Produkte mit Metriken zu bewerten.
Sowohl Entwicklungsprozesse als auch Software-Produkte lassen sich zielgerichtet quantitativ bewerten. Die GQM (Ziel-Fragen-Metriken)-Methode zum Beispiel hilft dabei. Auf diese Weise werden nur die Daten erfasst, die zur Erreichung der Messziele notwendig sind.
Ein wichtiger Teilaspekt ist die Frage, wie Softwarequalität überhaupt definiert ist. In der ISO 9126 sind verschiedenste Produktqualitäten klassifiziert und definiert. Für einen mag Zuverlässigkeit wichtig sein, für jemand anderen Sicherheit, Änderbarkeit, Gebrauchstauglichkeit oder Ausführungsgeschwindigkeit.
Die Abbildung dieser Qualitäten ist jedoch nicht trivial. Viele Parameter, wie Vorgehensweise, Programmiersprache, Projekttyp, Technologien usw. spielen mit hinein, weshalb jedes Unternehmen sein eigenes Modell entwickeln sollte, um korrekte Schlüsse aus den Daten zu ziehen. Dass Messdaten notwendig sind, um den Entwicklungsprozess optimal zu steuern ist inzwischen erkannt und akzeptiert. Die Verankerung in Reifegradmodellen wie CMMi oder ISO 15504 (SPICE) zeigt dies. Die Zuordnung zu den höheren Reifegraden 3, 4 und 5 zeigt aber auch: Voraussetzung für erfolgreiches Messen ist ein gut gemanagter und wiederholbarer Entwicklungsprozess.
Detaillierte Informationen und Erfahrungen rund um das Thema Messen finden Sie in der Wissensdatenbank. Einstiege zum Thema sind z.B.