Das Ziel der Prozessidentifikation ist es, die Anforderungen der Prozesse, die innerhalb der identifizierten Produkte ablaufen, zu definieren. Als Input dienen die Feature Modelle aus der Domänenanalyse. Das Resultat ist eine Beschreibung der variablen und gemeinsamen Prozessanforderungen.
Basierend auf der Scopingphase werden zur Erstellung von Anwendungsfalldiagrammen zunächst diejenigen Stakeholder ermittelt, welche aktiv an den Prozessen beteiligt sind. Diese werden gemäss der UML Spezifikation als Aktoren bezeichnet. Sodann müssen, basierend auf den enthaltenen Features einer Softwareproduktlinie, Anwendungsfälle definiert werden, welche die Features implementieren. Die Erstellung der Anwendungsfalldiagramme wird durch die Zuordnung von Aktoren zu Anwendungsfällen abgeschlossen. Es kann für jede Produktvariante ein eigenes Anwendungsfalldiagramm erstellt werden oder mehrere Produktvarianten können, entsprechend gekennzeichnet, in einem Anwendungsfalldiagramm dargestellt werden. In nächsten Arbeitsschritt werden die Anwendungsfalldiagramme, welche im Rahmen des MDA-Ansatzes auf der CIM-Ebene (berechnungsunabhängiges Modell) liegen, auf die PIM-Ebene (plattformunabhängiges Modell) abgebildet. Die PIM-Ebene wird durch abstrakte Prozesse dargestellt. Liegen keine Anwendungsfalldiagramme vor, können auch andere Anforderungsdokumente verwendet werden.
In Pesoa existieren alternative Vorgehensweisen für die Domänen E-Business und Automotive:
Weitere Informationen zur Prozessidentifikation und zu den beiden Verfahren finden Sie im Pesoa Fachbericht TR_18_2005 (externer Link zum Report auf der Pesoa Webseite)