PESOA – Process Family Engineering in Service-Oriented Applications – ist ein Ansatz zur systematischen Wiederverwendung mit Hilfe von Produktfamilientechniken. Die Produktfamilientechniken werden in PESOA auf Prozesse angewandt um eine optimale Unterstützung für Anwendungsdomänen zu gewährleisten, in denen Prozesse das zentrale Software-Entwicklungsartefakt sind. PESOA ist somit ein Beispiel für das Engineering von Produktlinien, angewandt auf Prozesse. Beispiele für Prozesse als zentrale Entwicklungsartefakte sind Workflows in der E-Business Domäne oder eingebettete Kontrollprozesse in der Entwicklung von Steuergerätesoftware für die Automobilindustrie. Um den Fokus auf Prozesse zu verdeutlichen, sprechen wir in PESOA von Prozessfamilien.
PESOA besteht aus drei Engineering-Aktivitäten und dem Projekt-Management (siehe Abbildung 1). Die Engineering-Aktivitäten sind dabei Scoping, Domain-Engineering und Application-Engineering. Das Scoping dient der Definition der Prozessfamilie und der einzelnen von der Prozessfamilie abgedeckten Produkte. Das Domain-Engineering baut eine Wiederverwendungs-Infrastruktur auf (die sogenannte Prozessfamilieninfrastruktur), die dann im Application-Engineering wiederverwendet wird, um konkrete Produkte zu erstellen.
Eine Übersicht über die Prozeßschritte finden Sie hier
Im folgenden möchten wir die einzelnen Phasen des PESOA Prozess näher beschreiben: