Der Themenbereich „Safety“ umfasst in der industriellen Automation im einfachsten Sinne die Gewährleistung der „funktionalen Sicherheit“ einer Anlage durch das Automatisierungssystem. Die Gefährdungen betreffen den Menschen in der Anlage bzw. die Anlage selbst. Die Methoden zum Erreichen eines definierten „Safety Integrity Levels ( SIL)“ erfordern, wenn ein Kommunikationssystem eingesetzt wird, auch bestimmte Eigenschaften vom Übertragungskanal, der ansonsten als Black Channel betrachtet wird. Zu den Eigenschaften gehören z. B. eine definierte maximale Bitfehlerwahrscheinlichkeit, ein definiertes Zeitverhalten und ein, in der Regel nicht näher beschriebenes Maß an Security.
Systemaspekt Security
Security ist ein Systemaspekt (Systemsicherheit) mit den Teilmengen: Physical Security, Operational Security und Communication Security.
Physical Security
Die physical Security stellt Anforderungen an die Infrastruktur. Die Anforderungen können mit technischen und organisatorischen Mitteln erfüllt werden. Beispiele sind: Bedrohungen der Umwelt (Feuer, Blitz, Wasser, Erdbeben, Ungeziefer, Temperaturen, Staub etc.), Bedrohungen durch Menschen (Diebstahl, Zerstörung etc.).
Operational Security
Mit Operational Security ist im Allgemeinen der störungsfreie Betrieb als Teil der Betriebssicherheit gemeint. Hier geht es um die Bewahrung des stabilen und zuverlässigen Systemzustandes einer technischen Komponente. Dies wird meist mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln realisiert, beispielsweise Verwendung gehärteter Betriebssysteme gegen Buffer Overflow, keine Wechselspeichermedien zuzulassen etc.
Communication Security
Die Communication Security stellt Anforderungen an die Kommunikation bzw. die Datenübertragung. Hier zeigen sich besonders Unterschiede zwischen den drahtlosen und drahtgebundenen Übertragungsformen. Die drahtlose Kommunikation nutzt physisch gesehen ein grenzenloses Medium. Dies kann mit technischen als auch mit organisatorischen Mitteln begegnet werden.