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Erfahrung
Fortsetzung Überblick über den Stand der Forschung - Das PABADIS-Steuerungsparadigma
Erfahrung:29105
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Ein PABADIS-System besteht aus fünf grundsätzlichen Bausteinen: der Agency, den Produktagenten, den Maschinenagenten, den Plant-Management-Agenten und dem Lookup-Service. Der Lookup-Service ist der zentrale Informationsserver verschiedener Typen von Plug-and-Play-Systemen. Er dient zur Weitergabe von Informationen zwischen zwei beliebigen, sich gegenseitig nicht notwendig bekannten Bausteinen des Plug-and-Play-Systems und wird zur Herstellung von Verbindungen zwischen zwei Bausteinen genutzt, von denen dann einer die vom anderen angebotenen Dienste nutzen kann. Üblicherweise bietet ein Lookup-Service neben der Verbindungsvermittlung noch weitere Funktionen wie die Überwachung der Existenz von Bausteinen oder den Vergleich von gewünschen und vorhandenen Diensten an.

Die Maschinenagenten dienen dem generischen Zugriff und der Verwaltung von Produktionsressourcen . Im Rahmen des PABADIS-Projektes wurden die Maschinenagenten, die ihnen unterlagerten Produktionsressourcen und deren Feldsteuerungssysteme unter dem Begriff Cooperative Manufacturing Unit (CMU) zusammengefasst. Damit wurde der Betrachtung der drei genannten Bausteine als eigenständige mechatronischen Einheit besonderer Ausdruck verliehen. Im Rahmen der Auftragssteuerungssysteme ist jedoch dieser mechatronische Charakter nur von geringerer Bedeutung und wird an dieser Stelle nicht weiter verfolgt.

Sie besitzen ein generisches Interface für Produktagenten mit dessen Hilfe sie parametrierbare Produktionsprozesse für die Produktagenten zur Nutzung bereitstellen. Zudem besitzen die Maschinenagenten ein generisches Interface zur Ressourcensteuerung, das ihnen die Ansteuerung der einzelnen Produktionsprozesse unabhängig von der unterlagerten Ressource und der eigentlichen Prozessphysik ermöglicht. Die sich ergebende Grundstruktur ist in der folgenden Grafik wiedergegeben.

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Abbildung: Struktur des Maschinenagenten in der PABADIS-Architektur als Klassendiagramm

Jeder Maschinenagent ist für die Verwaltung und Steuerung der ihm unterlagerten Produktionsressource inklusive der Planung von Produktionsaufträgen und der Ressourcen-allokation zuständig. Dazu beinhaltet er das gesamte notwendige Steuerungswissen bezogen auf die von ihm angebotenen Produktionsprozesse und die ihm möglichen Planungsaktivitäten. Zudem ist der Maschinenagent dafür zuständig, sich beim Start und bei jeder Veränderung seiner Fähigkeiten mit eben diesen Fähigkeiten beim Lookup-Service anzumelden.

Der Produktagent dient der Erzeugung von bestimmten Produkten. Er ist vollständig produktunabhängig gestaltet, besitzt ein generisches Interface zum Zugriff auf Maschinenagenten und ist mobil, d.h. in der Lage, sich zwischen einzelnen Steuerungshardwareeinheiten zu bewegen.

Die Produktunabhängigkeit des Produktagenten kommt dadurch zu Ausdruck, dass der eigentliche Implementierungs-code des Produktagenten keinerlei Produktdetails enthält. Alle produktbezogenen Informationen werden dem Produkt-agenten durch eine Produktbeschreibungsdatei mitgegeben. Jeder Produktagent ist für die Erstellung eines bestimmten Produktes (oder Teilproduktes) eigenverantwortlich zuständig. Er besitzt dazu alle notwendigen Produkt- und Produktionsprozess bezogenen Informationen, plant die notwendigen Produktionsschritte auf den einzelnen Ressourcen eigenverantwortlich und in Kooperation mit den Maschinenagenten, allokiert diese und parametriert unter Nutzung der Interfaces des Maschinenagenten die Produktionsprozesse der gewählten Ressourcen.

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