 |
 | |  |  | | Beschreibung |  | Probleme und Schwachstellen
Die Nutzung von Szenarien als Methode des Software-Engineerings hat sich in der Praxis bewährt. Entsprechende Untersuchungen [ Weidenhaupt, K. et al.] haben aber auch einige Probleme aufgedeckt, die nachfolgend kurz vorgestellt werden. Zusammenfassend kann man sie als Defizit an methodischen Wissen über eine optimale Nutzung (wann, wo, in welcher Form?) von Szenarien und deren Zusammenspiel mit anderen Artefakten charakterisieren.
• Fehlen klarer Einsatzrichtlinien
In der Praxis hat sich gezeigt, dass selbst bei Anwendung des objektorientierten Software Engineerings Situationen auftreten, in denen Fragen offen bleiben und hinreichend detaillierte Vorgehensrichtlinien fehlen. Dies gilt auch für den Einsatz von Szenarien. So kann man häufig nicht auf methodisches Wissen zurückgreifen, wenn es darum geht zu entscheiden, wann welche Art von Szenario zu entwickeln ist, welches Abstraktionsniveau angemessen ist und wann sich der Einsatz von Szenarien noch lohnt. Der Entscheidungsprozess ist deshalb im Einzelfall mühsam und unsicher hinsichtlich des Ergebnisses.
• Konsistenz zwischen Szenarien, Spezifikationen und Prototypen
Im Laufe des Projektfortschritts ist darauf zu achten, dass bei einem Paralleleinsatz von Szenarien, Spezifikationen und Prototypen die Konsistenz sichergestellt ist. Da es keinen systematischen Lösungsansatz gibt, ist es um so wichtiger diese Dokumente zu pflegen und abzugleichen.
• Änderungsmanagement
Stellt sich in einer späteren Entwicklungsphase heraus, dass eine Änderung vorzunehmen ist, so müssen im Interesse der Erhaltung der Gesamtkonsistenz alle vorausgehenden Szenarien und Spezifikationen daraufhin überprüft werden, ob und wie sich die Änderung auf sie auswirkt. Dies ist ein aufwändiger Prozess, für den es bezüglich der Szenarien derzeit noch kaum methodische und keine werkzeugmäßige Hilfestellung gibt. Das Fehlen einer solchen Unterstützung für den Übergang auf andere Versionen oder Sichten führt dann häufig dazu, dass die während des Requirements Engineering erarbeiteten Szenarien nicht auch in späteren Phasen der Softwareentwicklung genutzt werden.
• Fehlende Unterstützung für verteilte Szenarioerstellung
Bei großen und komplexen Projekten ist es häufig erforderlich, mehrere Teams mit der Erstellung von Szenarien zu beauftragen. Auch hier ist das Problem die Gesamtkonsistenz der Beiträge sicherzustellen. |  |
 | |  |  | |  | |  | |  |  |  | | Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben. |
|
|  | |  |  |   | Übergeordnet |  |  |  | |  |  |  |  |  | Probleme mit Szenarien |  |  |  |  |  | Literaturhinweise |  |  |  | |  |  |  |  |  |  |
|