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Verfahren
CMMI - Aufbau: Staged und Continous Representation
Methode/Technik:29061
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Beschreibung
Das Capability Maturity Model Integration (CMMI) ist der Nachfolger des Capability Maturity Model (CMM) und integriert Vorgängermodelle aus den Bereichen Softwareentwicklung (CMMI-SE), Systementwicklung (CMMI-SW), integrierte Prozess- und Produktentwicklung (CMMI-IPPD) und dem Kauf von Software (CMMI-SS). Die Inhalte des CMMI sind für diese Anwendungsgebiete unterschiedlich bis auf Überschneidungen, die einheitlich beschrieben sind.
Gleichzeitig gibt es zwei verschiedene Darstellungsformen des CMMI: die stufenförmige Darstellung und die kontinuierliche Darstellung.
Die stufenförmige Darstellung entspricht der bereits aus dem ursprünglichen CMM bekannten. Eine Übersicht über die Reifegrade oder Stufen zeigt Abbildung 1.
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Die kontinuierliche Darstellung verwendet die gleichen Prozessgebiete wie die stufenförmige, stellt jedoch keinen singulären Reifegrad des Unternehmens dar, sondern vielmehr prozessgebietsbezogenen Fähigkeitsgrad. Die Prozessgebiete und die spezifischen Ziele sind die gleichen wie in der stufenförmigen Darstellung, allerdings gibt es fünf generische Ziele, nämlich die Erreichung der spezifischen Ziele eines Prozessgebietes und jeweils die Institutionalisierung des gemanagten (definierten, quantitativ gemanagten, optimierenden) Prozesses. Der Erreichung jedes generischen Ziels ist ein Fähigkeitsgrad zugeordnet, zusätzlich gibt es den Fähigkeitsgrad 0, wenn die spezifischen Ziele nicht erreicht werden.
Es gibt also 6 Fähigkeitsgrade: Stufe 0 (unvollständig; spezifische Ziele des Prozessgebiets werden nicht erreicht), Stufe 1 (durchgeführt; spezifische Ziele werden erreicht), Stufe 2 (gemanagt; der gemanagte Prozess ist institutionalisiert), Stufe 3 (definiert; der definierte Prozess ist institutionalisiert), Stufe 4 (quantitativ gemanagt; der quantitativ gemanagte Prozess ist institutionalisiert), Stufe 5 (optimierend; der optimierte Prozess ist institutionalisiert).
Die Beziehungen zwischen den Reifegraden eines Unternehmens und Fähigkeitsgraden sind wie folgt: Um Reifegrad 2 (3) zu erreichen, muss eine Organisation offensichtlich auf allen Prozessgebieten mindestens den Fähigkeitsgrad 2 (3) erreichen. Da der Reifegrad 4 Metriken zum quantitativen Management nur bei manchen Prozessgebieten der Stufe 4 erfordert, ist es für ein Unternehmen zur Erreichung des Reifegrades erforderlich, auf allen Prozessgebieten dieses Reifegrades mindestens den Fähigkeitsgrad 3 zu erreichen und zusätzlich auf einigen Prozessgebieten Fähigkeitsstufe 4. Analoges gilt für den Reifegrad 5.
Der Reifegrad eines Unternehmens bezieht sich damit auf die Gesamtheit der Prozesse eines Unternehmens, der Fähigkeitsgrad auf einzelne Prozessgebiete wie z.B. Projektplanung oder Konfigurationsmanagement. Spezialisierte Firmen können somit auf einzelnen Prozessgebieten hohe Fähigkeitsgrade erreichen, aber trotzdem einen niedrigen Reifegrad haben, wenn sie die für sie nicht relevanten Prozesse (bewusst) vernachlässigen. Abbildung 2 zeigt ein beispielhaftes Profil der Fähigkeitsgrade einer Organisation.
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Die abgebildete Organisation hat offensichtlich große Fähigkeiten auf den Prozessgebieten des Anforderungsmanagements (REQM), der Anforderungsentwicklung (RD), des Risikomanagements (RSKM) und der Projektplanung (PP), erreicht aber insgesamt nur den Reifegrad 2, da die Prozessgebiete der Technischen Umsetzung (TS) und des Organisationsweiten Trainings (OT) nur wenig Beachtung finden.

[K03] Ralf Kneuper, „CMMI“, dpunkt.verlag Heidelberg 2003
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