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Verfahren
Funktionale Dekomposition
Methode/Technik:28979
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Beschreibung

Im Rahmen des FE stellt sich natürlich dem Entwickler die Frage, wie er seine Maschine, Anlage, oder ähnliches in einzelne Funktionale Elemente zerlegen soll. Dabei ist die Granularität (also die Größe) der zu entwickelnden Komponenten von entscheidender Bedeutung. Die kleinste darstellbare Komponente kann zum Beispiel ein Sensor sein, der über eine eigene Steuerung verfügt. Im Gegensatz dazu ist die gesamte Maschine / Anlage andererseits auch als eine große, monolithische Komponente vorstellbar. In dem Spannungsfeld zwischen „vollständig komponentenbasiert“ und „vollständig monolithisch“ gilt es, eine sinnvolle, also technisch mögliche und wirtschaftlich vertretbare Größe zu finden.

Für die funktionale Dekomposition einer Maschine, Anlage etc. sollten die folgenden Regeln beachtet werden, die jeweils anhand eines Beispiels verdeutlicht werden:

  • Eine Komponente sollte so gestaltet sein, dass sie möglichst einfach wieder verwendbar ist.
    Beispiel:
    In einem Fördersystem könnte man einen Strang als eine Komponente definieren. Da aber dieser Strang sicherlich nur für eine konkrete Anwendung einsetzbar ist, sollte man besser einzelne Teile (also einzelne Strecken, Weichen etc.) des Förderstrangs als Komponenten definieren.
  • Eine Komponente sollte möglichst eigenständig betrachtbar sein.
    Beispiel:
    Ein Förderelement, das ein Fördergut an eine andere Station übergibt, wobei die andere Station ebenfalls zu der Übergabe beitragen muss. Hier empfiehlt es sich, beide Elemente in einer Komponente zusammenzufassen.
  • Eine Komponente sollte klar abgrenzbar sein.
    Beispiel:
    In einem Fördersystem sollten die Sensoren und Aktoren denjenigen Komponenten zugeordnet sein, in deren physikalischen Bauraum sie fallen (siehe den Artikel „Schnittstellen der Komponente“). Wenn zum Beispiel ein Sensor, der den Weitertransport aus einer Komponente in eine andere freigibt, in dem physikalischen Bauraum der anderen Komponente liegt, sollte er dieser Komponente zugeordnet sein und die Verriegelung sollte über eine Kommunikation Komponente – Komponente erfolgen.
  • Eine Komponente sollte Software enthalten, die im einfachsten Falle nur zu parametrieren und nicht zu programmieren ist.
    Beispiel:
    In einem Fördersystem gibt es bestimmte, generische Funktionen, die durch Komponenten zu erfüllen sind, wie z.B. Fördern, Verteilen, Sammeln, etc. Aufbauend auf diesen Funktionen kann die Software für diese Komponenten derartig allgemein gültig geschrieben werden, dass die Komponenten nur noch parametriert werden müssen.
  • Die Softwarearchitektur sollte der funktionalen Dekomposition folgen.
    Beispiel:
    Die einzelnen Förderelemente eines Fördersystems können teilweise gleiche Funktionen (z.B. Weiche) erfüllen, aber gleichzeitig mechanisch unterschiedlich aufgebaut sein. Um einen möglichst großen Grad der Wiederverwendung zu ermöglichen muss auch hier eine funktionale Trennung erfolgen.
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