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Verfahren
Ereignisgetriebene Interaktionsstrukturen in Kommunikationssystemen
Methode/Technik:28963
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Beschreibung

Die Interaktionsstrukturen von Kommunikationsteilnehmern beziehen sich auf die Art und Weise, wie Kommunikationsteilnehmer voneinander Daten abfordern und wann und wie in diesem Prozess Kommunikationsdatensätze zwischen den Kommunikationspartnern ausgetauscht werden. In ereignisgetriebenen Kommunikationssystemen wird dieser Datenaustausch durch ein Ereignis in einem der Kommunikationspartner initiiert.
Hier kann man drei verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen unterscheiden. Dies sind das Client/Server Modell, das Publish/Subscribe Modell und das Producer/Consumer Modell.

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Das Client/Server Modell dient vorrangig dem Datenaustausch zwischen genau zwei Kommunikationspartnern. Dabei ist üblicherweise der Client der Auslöser der Kommunikation. Er hat das Ziel, dass der Server eine bestimmte Aktion für ihn ausführt, die entweder in der Zusendung von Daten oder der Bearbeitung von Daten oder einer Kombination aus beidem besteht. Hierzu sendet der Client einmalig eine Anfrage an den Server, der auf diese Anfrage einmalig mit einer Antwort reagiert. Damit ist die Kommunikationsbeziehung beendet.

Das Client/Server Modell ermöglicht einen expliziten Datenaustausch zwischen genau zwei Kommunikationspartnern, wie er zum Beispiel zwischen zwei Steuerungen notwendig sein kann. Es hat für den Fall des zyklischen Datenaustausches, wie er zum Beispiel bei Sensordaten auftritt, jedoch einen gravierenden Nachteil. In jedem Kommunikationszyklus ist eine Anfrage notwendig. Sind mehrere Kommunikationspartner an denselben Daten interessiert, so muss für jeden eine Antwort versendet werden.

Diese Probleme beheben das Publish/Subscribe und das Producer/Consumer Modell. Diese Interaktionsstrukturen reduzieren die Anzahl der Anfragen auf ein Minimum und ermöglichen das Senden nur einer Nachricht an alle an den Daten interessierten Kommunikationspartner. Dabei unterscheiden sich die beiden Modelle Publish/Subscribe und Producer/Consumer nur wenig.

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Im Publish/Subscribe Modell wird die Menge der Kommunikationsteilnehmer, die zu einer Gruppe gehören, vom Publisher verwaltet. Jeder dieser Teilnehmer sendet einmalig seine Anfrage an den Publisher, der daraufhin auch an diesen Teilnehmer seine Daten versendet. In jedem Fall erfolgt die Sendung der Datenpakete von Publisher an alle Subscriber zeitgleich oder doch zeitnah.

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Im Producer/Consumer Modell werden ebenfalls die Datenpakete an alle Teilnehmer einer Gruppe zeitgleich gesendet. Hier wird jedoch die Gruppe nicht von einem Kommunikationspartner verwaltet. Zu diesem Zweck werden in jeder Gruppe die Datenpakete durch einen Kommunikationsidentifier gekennzeichnet. Der erste Consumer einer Gruppe sendet an den Publisher seine Anfrage. Gemeinsam handeln dann dieser Consumer und der Producer einen Identifier für die Gruppe aus, der in jeder Nachricht enthalten ist. Diese können dann von einem weiteren Consumer entweder vom Producer oder vom anderen Consumer erfragt werden.
Producer/Consumer und Publish/Subscribe Modell reduzieren die Kommunikationslast im System. Sie erhöhen jedoch die Anforderungen an die Endgeräte.
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