Eine Automatisierungsanlage durchläuft während ihrer Lebenszeit verschiedene Stadien wie in untenstehender Abbildung dargestellt.
Am Anfang des Lebenszyklus steht die Spezifikation des Systems. Dies beinhaltet sowohl die Anforderungsanalyse als auch die Konzeption des Arbeitsablaufes, um das gestellte Problem zu lösen.
Aufbauend auf diesem Schritt kann das System designed werden. Dabei werden die einzelnen Maschinen entworfen, die den Arbeitsablauf realisieren sollen. Auch wird bei diesem Schritt das grundsätzliche Steuerungskonzept (zentral/dezentral) festgelegt, sowie die dafür nötigen Komponenten/Module ausgewählt. Dies beinhaltet insbesondere auch die zur Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten nötige Technik.
Anschließend kann mit der Implementierung der Anlage begonnen werden. Dabei wird die Anlage gebaut und an ihrem Bestimmungsort aufgestellt. Auf Basis des im vorigen Schritt festgelegten Steuerungskonzeptes werden die einzelnen Maschinen programmiert. Nach ausführlichen Tests und der Abnahme durch den Betreiber kann die Anlage in den normalen Betrieb übergehen.
Aufgrund der ständig wechselnden Anforderungen des Marktes und der kleiner werdenden Fertigungslose ist es oftmals erforderlich, Anlagen neu zu konfigurieren oder zu erweitern. Hierbei können der modulare Aufbau und ein flexibles Steuerungskonzept helfen, Umbau- und damit Stillstandszeiten massiv zu reduzieren. Es ist daher bereits während der Planungs- und Designphase auf den Schritt des Redesigns/Updates zu achten.
Der modulare Aufbau einer Anlage ist generell empfehlenswert, um Komponenten aus der Anlage nach der Terminierung, dem letzten Schritt im Lebenszyklus einer Anlage, in neuen Projekten wieder zu verwenden.
Am Lebenszyklus einer Automatisierungsanlage sind im Allgemeinen mehrere Akteure beteiligt.
Dies sind im Einzelnen:
Gerätehersteller: Er liefert einzelne Komponenten und Module zur Steuerung der Anlage wie Steuerungen (SPSen = Speicherprogrammierbare Steuerungen), Busklemmen etc. an den Systemintegrator. Er versorgt außerdem den Systemintegrator mit Updates/Bugfixes der auf den gelieferten Komponenten/Modulen installierten Software.
Systemintegrator: Der Systemintegrator designed die Anlage und integriert die vom Gerätehersteller gelieferten Komponenten und Module in die von ihm erstellten Maschinen. Er baut die Anlage an ihrem Bestimmungsort auf und nimmt sie gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber in Betrieb. Der Systemintegrator unterstützt den Anlagenbetreiber weiterhin bei Wartung sowie beim Redesign oder bei Updates. Systemintegratoren können auf verschiedenen Leveln auftreten und untereinander in Abhängigkeit stehen.
Anlagenbetreiber: Der Anlagenbetreiber gibt die Anlage beim Systemintegrator in Auftrag. Die Anlage wird nach seinen Vorgaben geplant und implementiert.