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 | |  |  | | Beschreibung |  | Die Komplexität der Software in Automobilen wächst rasant, viele der neuen Fahrzeugfunktionen, z.B. eine Einparkautomatik oder Scheinwerfer, die dem Straßenverlauf folgen, werden in Software implementiert. Fahrzeuge der Oberklasse verfügen leicht über 1000 Software-Funktionen, einige Bordnetzwerke und mehr als 70 Steuergeräte. Referenzarchitekturen, wie sie mit AUTOSAR definiert werden, können einen Beitrag leisten, Komplexität und Qualität beherrschbar zu machen.
AUTOSAR (Automotive Open System Architecture) ist eine Initiative führender Automobilhersteller und wichtiger Zulieferer. Das AUTOSAR-Konsortium wurde im Herbst 2003 mit dem Ziel gegründet, unter anderem eine Referenzarchitektur für die Software im Automobil zu definieren. Als Jahr der Fertigstellung wird 2006 angestrebt.
Grundelement der AUTOSAR Architektur sind Software-Komponenten mit eindeutig spezifizierten Schnittstellen. Grundfunktionen im Automobil werden über diese Komponenten implementiert.
AUTOSAR definiert eine logische Middleware für diese Komponenten, den Virtual Functional Bus (VFB). Die Kommunikation der Komponenten wird über den VFB spezifiziert. In einer nachgelangerten Phase werden die Komponenten auf die tatsächlich vorhandenen Steuergeräte im Auto verteilt und die tatsächliche Middleware-Anbidung kann beispielsweise generiert werden.
Die Infrastruktur auf jedem Steuergerät wird mit dem Runtime-Environment (RTE) und den darunter liegenden Elementen standardisiert. Das RTE bietet darüber liegenden Anwendungskomponenten einheitliche Dienste an, welche die Hardware und das Netzwerk abstrahieren.
Die präzise Definition der Infrastrukturen erlaubt es, Komponenten flexibel zur Übersetzungszeit für beliebige Steuergeräte im Auto bereitzustellen. Die Zahl der Steuergeräte kann so vermindert werden, indem mehrere Komponenten auf einem Steuergerät zusammengezogen werden.
Über die Standardisierung der Infrastruktur und Komponenten-Schnittstellen können die Entwicklungsaufwände sinken, da der Wiederverwendungsgrad steigt und der Umfang der zu entwickelnden Software verringert wird. Software kann für mehrere Fahrzeugtypen und Automobilhersteller einheitlich erstellt werden. Entwickler können sich auf das eigentliche Entwurfsproblem konzentrieren.
Die einheitlichere Software erleichtert die Wartung und mindert Risiken beim Update der Software in Fahrzeugen, da die Zahl der Software-Varianten verringert wird und der Umfang der Updates kleiner wird.
Weitere Informationen zu AUTOSAR finden Sie hier. |  |
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