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Erfahrung
Stand der Technik beim Functional Engineering
Erfahrung:28796
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Beschreibung der Erfahrung

Prinzipien des Functional Engineerings wie

• Wiederverwendbarkeit
• Zeitreduktion bezüglich Inbetriebnahmezeit und
• Qualität durch Wiederverwendung bewährter Lösungen

lassen sich heute bereits in Produkten sowohl als Hardware- als auch als Softwarelösungen wiederfinden.

Eine Kernkomponente, um ein Produkt am Automatisierungsmarkt erfolgreich zu platzieren, ist die Verfügbarkeit einfach zu bedienender Werkzeuge. Dies können sowohl Werkzeuge zur Konfiguration als auch zur Programmierung von Produkten sein.

Solche Werkzeuge verfügen in den meisten Fällen über Standardkomponenten, unter anderem

• Projektverwaltung,
• Programmierung (Editoren, Compiler etc.) und
• Konfiguration.


Gemäß dem Gedanken des Functional Engineerings liegt es nahe, solche Werkzeuge aus Standardbausteinen zusammenzufügen und nur an spezielle Geräte anzupassen. Diese Vorgehensweise reduziert massiv die Entwicklungszeit und damit dem finanziellen Aufwand, der für die Produktentwicklung benötigt wird.

Der Ansatz eines komponentenbasierten Entwicklungssystems verfolgt das Automation Framework, ein auf Microsoft .Net aufbauendes und in C# implementierte Framework zur Erstellung von Programmierungs- und Konfigurationssoftware für Steuerungskomponenten. Verwendung findet dieses Framework unter anderem im L-Force Engineer.

Auch hardwareseitig arbeiten Hersteller an Konzepten, um mit Hilfe des Functional Engineering Kosten und Entwicklungszeit von Komponenten zu reduzieren. Um eine Komponente wieder verwenden und möglichst auch herstellerübergreifend programmieren oder konfigurieren zu können, benötigt man eine einheitliche Schnittstelle zur Ansteuerung. Eine Lösung für dieses Problem stellt die Erstellung so genannter Profile dar, eine Definition von Objekten, die innerhalb einer bestimmten Komponente ansprechbar sind. So sind z.B. für eine Busklemme ein Objekt für digitiale Inputs/Outputs sowie ein Objekt zur Konfiguration denkbar. Weiterhin wird definiert, wie mit solchen entfernten Objekten mit Hilfe eines Protokolls kommuniziert wird.

Realisiert wird dieses Verfahren bereits von verschiedenen Herstellern und Vereinigungen.

Einer der bekanntesten Vertreter für eine profilbasierte Kommunikation zwischen Komponenten ist EtherNet/IP, welches von der Open DeviceNet Vendor Association (ODVA) betreut und zertifiziert wird.

Ein weiteres Beispiel für dieses Verfahren ist das von Siemens entwickelte Profinet, das einen wichtigen Baustein in Siemens' Component Based Automation Strategie darstellt.
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