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 | |  |  | | Beschreibung |  |
Agenten stellen ein relativ neues Konzept in der Softwaretechnologie verteilter Automatisierungssysteme dar und fanden mit der Verbreitung der Internettechnologien eine weite praktische Anwendung. Betrachtet man das zugrunde liegende Programmierparadigma (Agenten orientierte Programmierung) so besteht der wesentliche Unterschied zu strukturierter oder objektorientierter Programmierung in der Tatsache, dass ein Agent seinen internen Status und den zeitlichen Ablauf seiner Ausführung selbst kontrollieren kann.
Die Definition des Begriffs eines Agenten ist nicht immer eindeutig, da eine scharfe Abgrenzung zu anderen Methoden schwer ist und je nach Anwendungszweck verschiedene Eigenschaften in den Vordergrund gestellt werden. Aus diesem Grund existiert eine große Anzahl verschiedener Definitionen. Dies liegt auch in der historischen Entwicklung der Agententechnologien begründet. Betrachtet man diese Entwicklung, lassen sich im Wesentlichen zwei Ausgangspunkte der Entwicklung ausmachen: die künstliche Intelligenz und die Idee mobiler Softwareprogramme. In beiden Fällen ist der Grundgedanke, bestimmte Aufgaben von autonomen Einheiten lösen zu lassen. Die erste Variante entstand als besondere Architektur im Bereich der künstlichen Intelligenz. Sie diente dazu, ein Modell zu schaffen, mit dessen Hilfe rationales Entscheiden durch eine Entität und ihre Interaktion mit der Umwelt beschrieben werden konnte. In den Untersuchungen zur künstlichen Intelligenz wurde ein Agent als eine unabhängige Einheit betrachtet, die ihre Umwelt mittels Sensoren wahrnehmen und auf ihre Umwelt mittels Aktoren einwirken kann. Dabei besitzt ein Agent ein Ziel, das er im Rahmen seiner Möglichkeiten umzusetzen versucht. Im Mittelpunkt stand dabei die Lösung komplexer Problemstellungen durch miteinander vernetzte Agenten.
Die zweite Variante von Agenten, die insbesondere mit der Verbreitung des Internets verknüpft ist, nutzt als wesentliche Eigenschaft deren Mobilität. Dabei soll sich ein Softwareagent selbständig durch ein Netzwerk bewegen und an verschieden Orten Aufgaben erfüllen, wie z.B. Informationen sammeln.
Inzwischen hat sich aus beiden Richtungen eine gemeinsame Basis für Agentensysteme entwickelt, die zwar noch unterschiedliche Schwerpunkte setzt, aber einer weitgehend anerkannten einheitlichen Definition für Softwareagenten folgt.
Die meisten heute verfügbaren Agentensysteme wurden vorrangig für einen Einsatz im IT-Bereich entwickelt und gewinnen im Kontext verteilter Systeme zunehmend an Bedeutung. Dabei werden derzeit sowohl die Basistechnologien im Hinblick auf einen kommerziellen Einsatz verbessert, als auch neue Einsatzfelder z.B. im Bereich der Automatisierung erschlossen. Insbesondere in Bezug auf den letzten Punkt gibt es eine Vielzahl von Forschungsprojekten.
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