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Verfahren
Beispiel - Funktional aufgebaute Förderkomponenten
Methode/Technik:28447
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Beschreibung

Am Beispiel „Materialförderung“ wird die funktionale Aufteilung der Software vorgestellt. Materialförderung findet an vielen Stellen des industriellen Produktionsprozesses statt, wobei so unterschiedliche Güter wie Fahrzeugkarosserien, Paletten oder kleinste Computerchips befördert werden. Diese Beispiele zeigen bereits die Vielfältigkeit der Aufgabe, man kann jedoch ganz abstrakt von grundsätzlichen Ausprägungen von Transportkomponenten ausgehen, wie z.B. Längsförderer, Querförderer, Verteilung/Kreuzung/Verzweigung, Hubeinrichtung, Ausschleusung und Staustrecke. Die spezielle Aufgabe der Komponente bestimmt neben der Funktionalität der Software auch den Umfang und die Arten der enthaltenen Aktoren und Sensoren (also die Hardware).

Als Beispiel sei hier kurz eine Längsförderstrecke genannt. Diese fördert in eine Richtung und dient in erster Linie dem Überwinden von räumlichen Distanzen. Das Aus- bzw. Einschleusen wird meist von anderen Transportkomponenten übernommen, so dass sich die Hardwareansteuerung auf den Durchtransport von Werkstückträgern beschränkt. Ist die Längsstrecke in mehrere Abschnitte nach dem Prinzip der Staustreckenförderer unterteilt, muss die Hardwareansteuerung koordinieren, dass ein Werkstückträger nur in einen freien Abschnitt gelassen wird.

Der mechanische Aufbau einer Längsförderstrecke umfasst beispielsweise:

• 10 Sensoren als Induktivitätssensoren, Endlagenschalter;
• 8 pneumatische Aktoren für Stopper und Hebeeinrichtung;
• 1 Motor (eine Drehrichtung);
• 1 RS232 zur Kopplung des Identifikationssystems;
• 2 Lampen

Für das Funktionale Engineering der Software ist es nun ausschlaggebend, eine möglichst generische Aufteilung der Funktionen zu finden. Die nachfolgende Graphik gibt eine solche funktionale Aufteilung allgemein für Förderkomponenten wieder. Für jede Funktion, die die Steuerung erfüllen muss, ist gleichzeitig angegeben, wovon die Implementierung abhängig ist. Das Software Modul Logistik beispielsweise, das logistische Funktionen wie stauen, vereinzeln, etc. übernimmt, ist abhängig davon, ob die Transportkomponente eine Kreuzung, eine Weiche, eine Zusammenführung, etc. ist. Durch diesen konsequenten funktionalen Aufbau lässt sich eine hohe Wiederverwendbarkeit der Software erreichen.

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