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Allgemeines Fehlverhalten
Durch Fehlverhalten können Anlagenbediener oder IT-Benutzer den Vertraulichkeits- bzw. Integritätsverlust von Daten herbeiführen bzw. ermöglichen. Die Folgeschäden ergeben sich aus der Schutzbedürftigkeit der Daten. Grundsätzliche Ursachen für Integritätsverlust durch z. B. unbeabsichtigte Datenmanipulationen können sein:
- mangelhafte oder fehlende Fachkenntnisse,
- mangelhafte oder fehlende Kenntnisse der Anwendung,
- mangelnde oder fehlerhafte Dokumentationen
- zu umfangreiche Zugriffsberechtigungen und
- Fahrlässigkeit, z. B. durch Verlassen des Arbeitsplatzes ohne korrekte Beendigung der Anwendung.
Konfigurations- und Bedienungsfehler
Konfigurationsfehler entstehen durch eine falsche oder nicht vollständige Einstellung der Parameter und Optionen, mit denen ein Programm oder eine Anlagenkomponente gestartet wird. In diese Gruppe fallen fehlerhaft projektierte Kommunikationsbeziehungen zwischen Automatisierungsgeräten (z.B. Werte des falschen Sensors werden verarbeitet), fehlerhafte Parametrierung von Automatisierungsgeräten (z.B. falsche Grenzwerte werden überwacht) oder falsch gesetzte Zugriffsrechte.
Bei Bedienungsfehlern sind nicht nur einzelne Einstellungen falsch, sondern Produktionsanlagen, IT-Systeme oder Anwendungen werden falsch behandelt. Beispiele:
1. Fehlbedienung durch unbewussten Zugriff: Ein Zahlendreher bei der Eingabe einer Geräteadresse kann dafür sorgen, dass ein User nicht wie angenommen auf die Maschine zugreift, die sich direkt vor ihm befindet, sondern mittels Web-Access (auch durch fehlende Authentifizierung ermöglicht) unbewusst und unkontrolliert Manipulationen auf einem beliebigen System ausführt. Diese können fatale finanzielle und lebensbedrohliche Auswirkungen nach sich ziehen.
2. Starten von Programmen oder Funktionen, die für den Einsatzzweck des Rechners oder der Anlagen-komponente nicht notwendig sind, aber evtl. von einem Angreifer missbraucht werden können. Beispiele:
- Risiko durch Einsatz von DNS (Domain Name Systems, Umsetzung von Rechner-Namen auf numerische Adressen). Falsch konfigurierte DNS-Server ermöglichen die Abfrage von Netz-Informationen. Durch Übernahme eines DNS-Servers können gefälschte IP-Adressen versendet und jeglicher Verkehr kontrolliert werden.
- Aktivierung von automatisch ausführbaren Inhalten (Executable Content) in HTML-Seiten oder E-Mails führt zur Gefährdung durch Makro-Viren.
Maßnahmen
- Aufgabengerechte Planung und Konfigurierung der Kommunikationsbeziehungen und Dienste ("so wenig wie möglich, so viel wie nötig")
- Qualifizierte Vergabe und Kontrolle von Zugriffsrechten (Wer darf was wann ist die grundsätzliche Fragestellung)
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