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Verfahren
Sicherheitsanalyse für Softwaresysteme (1)
Methode/Technik:28036
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Beschreibung
Die vorher beschriebenen Risiko Analyse Techniken sind für mechanische, elektrische und elektronische Systeme bereits etabliert. Software Hersteller erkennen mittlerweile die Relevanz für den Bereich Software. Bei sicherheitskritischen Systemen ist die Softwareanalyse bereits ein Teil der Risikoanalyse des gesamten Systems. Jedoch erfolgt eine Gefahrenanalyse für computerbasierte oder programmierbare elektronische Systeme selten innerhalb der Grenzen eines Computers. Typischerweise werden der Computer und seine Software als eine Einheit betrachtet, ohne den Versuch zu unternehmen, die einzelnen Bestandteile zu analysieren. Dieses Vorgehen ist oftmals zu grob, um gezielt auf Risiken in der Software hinweisen und diese verbessern zu können.

Das „normale Softwareverhalten“ vorherzusehen ist allerdings oftmals schwierig. Ebenso ist nicht besonders hilfreich, die Sicherheit einer einzelnen Softwarekomponente in Isolation zu betrachten. Viel mehr ist es notwendig, die Gefahren auf Systemebene zu identifizieren und dann die Softwarekomponenten zu analysieren, um ein Fehlverhalten der Software zu entdecken, dass zu den Gefahren auf der Systemebene führen kann.

Folgende Techniken/Methoden können speziell für die Sicherheitsprüfung von Software angewandt werden. Die Software Hazardanalyse sollte so früh wie möglich in den Entwicklungsprozess integriert werden. Hazardanalyse auf Quellcodeebene ist sehr schwierig weil die Konsequenzen einer Anomalie nicht sichtbar sind. Es ist sehr schwer zu sehen wo Variablen wieder benutzt werden. Zudem sind Änderungen am Ende des Entwicklungszyklus teuer. Bereits bei den Systemspezifikation ist es möglich gefahren zu erkennen, die aus der Fehlfunktionalität der Software stammen. Eine genaue Analyse der möglichen Fehlfunktionen wird aber erst in der Phase des Softwaredesigns möglich.

Als Ausgangspunkt für den Software Hazardanalyse dienen am nach Möglichkeit Designunterlagen wie z.B. UML Diagramme, wobei Struktur-Diagramme (Klassen-, Komposition-, Komponenten-, Object-, Packet- und Verteilungsdiagramme) oftmals weniger hilfreich sind da sie keine Informationen zum Systemverhalten enthalten. Zur Veranschaulichung werden zwei Diagrammtypen gegenüber gestellt: die erste Abbildung stellt eine Klassendiagramm des Betriebssystems BOSS dar.


Abbildung 1: Ein Klassendiagram von BOSS

Anhand des Diagramms könnte man sich z.B. überlegen, was passiert wenn eine Variable irrtümlicherweise verändert wird. Wann dieses Ereignis eventuell eintritt, und was dies für Konsequenzen für das System haben könnte, kann man anhand diese Diagramms jedoch nicht erkennen. Zu diesem Zweck sind Verhaltensbeschreibungen notwendig, wie in Sicherheitsanalyse für Software2 dargestellt.

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