Entwicklungsphasen Die vorgestellten Phasen orientieren sich an den einzelnen Phasen konkreter E-Business-Projekte, vor allem an dem Prozess des Erkenntnisgewinns der Projektbeteiligten. Mit jeder Phase werden die Vorstellungen über das zu entwickelnde E-Business-System immer konkreter, so dass es schließlich realisiert werden kann.
Je nach der spezifischen Projektsituation - z. B. Umfang des zu erstellenden E-Business-Systems oder Grad der Erfahrung des Projektteams - können auch einzelne Phasen zusammenfallen oder sich Aufgaben von einer Phase in eine andere verlagern. Vielfach erstrecken sich Aufgaben auch über mehrere Phasen. Dann wird dies in der Aufgabenbeschreibung entsprechend vermerkt. In der nachfolgenden Tabelle ist jedoch nur das erste Auftreten dargestellt.
Die Beschreibung des Prozesses legt eine chronologische Reihenfolge der Aufgaben nahe. Wie bereits oben erwähnt, ist es aber nicht die Absicht dieses Prozessmodells eine feste Abfolge von Aufgaben herzustellen, sondern nur der Darstellung wesentlicher zeitlicher Bezüge (z. B. in der Art, dass Aufgaben der Realisierung nicht vor denen des Entwurf stattfinden). Das Vorgehensmodell eines realen E-Business-Projektes ist vielfach iterativ, enthält Wiederholungen und Feedbackschleifen. Diese Wiederholungen und Schleifen sind dann bei der Anwendung des Modells zu berücksichtigen. Auch stellt das vorgestellte Prozessmodell keinen Lifecyclemodell für E-Business-Anwendungen dar.
Im Software-Kompetenz-Portal werden die einzelnen Merkmale der Phasen und die darin zu erledigenden Aufgaben in folgenden Aktivitäten und Prozessmuster dokumentiert.
Vision & Konzeption,
Projektierung,
Situationsanalyse,
Entwurf,
Realisierung,
Einführung,
Betrieb,
Systemevaluation.
Aufgabenbereiche Die Aufgabenbereiche dienen der inhaltlichen Gliederung der Aufgaben innerhalb der Entwicklungsphasen. Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen und die spätere Zuordnung der Aufgaben zu den Rollen zu erleichtern, sind die Bereiche nochmals in Teilbereiche unterteilt, wobei die speziellen Anforderungen im E-Business-Bereich berücksichtigt wurden. Wenn sich eine Aufgabe nicht sinnvoll einem oder einem einzigen Teilbereich zuordnen lässt, wird sie im übergeordneten Bereich aufgeführt. Ähnliches gilt für Aufgaben, die in einer Phase global über alle Aufgabenbereiche bestehen.
Wichtig bei der Betrachtung des Modells ist, die Aufgabenbereiche nicht mit den an der Durchführung beteiligten Rollen gleichzusetzen. Eine solche Gleichsetzung ist falsch, da viele Aufgaben nur in Teams von unterschiedlichen Rollen erfolgreich erledigt werden können. Eine Einteilung der Aufgaben nach Rollen wäre weitaus komplexer und würde die Anwendung des Modells, d. h. die Anpassung an die jeweilige Projektsituation, erschweren.
Es folgt eine Beschreibung der Aufgabenbereiche und ihrer Teilbereiche.