Zweck Das Prozessmodell für die Erstellung von E-Business-Systemen ermöglicht die Benennung von Aufgaben in E-Business-Projekten, ihre Klassifizierung unter chronologischen und inhaltlichen Aspekten und stellt somit ein Schema zur Einordnung in den Gesamtkontext »E-Business« dar. Außerdem ermöglicht es die Formulierung von Anforderungen an die genannten Aufgaben, die sich aus dem Blickwinkel des »E-Business« ergeben und bietet Ansatzpunkte für maßgeschneiderte Software-Engineering-Methoden zur Bewältigung der Aufgaben.
Aufbau Das Prozessmodell ordnet die Aufgaben des Erstellungsprozesses zum einen chronologisch in Entwicklungsphasen und zum anderen inhaltlich in Aufgabenbereiche.
Die acht Entwicklungsphasen in dem Prozessmodell sind:
Vision & Konzeption,
Projektierung,
Situationsanalyse,
Entwurf,
Realisierung,
Einführung,
Betrieb,
Systemevaluation.
Innerhalb dieser Phasen gliedern die Aufgabenbereiche die Aufgaben nach den zu ihrer Durchführung primär benötigten Kompetenzen: Entscheidungskompetenz, Fachkompetenz und Anwendungs- bzw. Entwicklungskompetenz.
Die im Modell verwendeten Aufgabenbereiche sind:
Management,
Fachabteilung und
Technik.
In ihrer weiteren Unterteilung orientieren sich die Aufgabenbereiche an der typischen Aufgabenstruktur von E-Business-Projekten. Wichtiges Kriterium bei der Modellierung der Aufgabenbereiche ist eine ganzheitliche, systemorientierte Betrachtungsweise des E-Business Prozesses, um den besonderen Merkmalen der E-Business-Entwicklung Rechnung tragen zu können.
Aus den beiden o.g. Dimensionen ergibt sich folgende Matrix, in die sich die Aufgaben des Erstellungsprozesses für E-Business-Systeme einordnen lassen, wobei die Abbildung auch die Teilaufgabenbereiche darstellt.