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Verfahren
Architekturbeschreibung mit semiformalen Notationen
Methode/Technik:26903
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Beschreibung
Semiformale Notationen, wie etwa die UML 2.0, haben standardisierte Diagramm- bzw. Modellelemente und eine definierte Syntax, die bestimmt, wie die Elemente verwendet werden dürfen. Die exakte Bedeutung der Elemente (Semantik) ist dagegen nicht genau spezifiziert.

Die UML 2.0 kann über Komponentendiagramme, Kompositionsstrukturdiagramme oder Verteilungsdiagramme Aussagen über eine Architektur machen. (vgl. UML 2 als Notation für Architektursichten).

Vorteile:
Die UML 2.0 ist standardisiert, damit sind Diagramme und ihre Elemente weitgehend eindeutig definiert und diese Notation ist sehr weit verbreitet. Die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen ist geringer als bei informellen Notationen.

Zusätzlich steht eine große Menge spezialisierter Werkzeuge zur Erstellung und Verarbeitung der UML-Modelle zur Verfügung. Die Modelle können damit erstellt und darüber hinaus in Analyse-Werkzeugen weiterverarbeitet werden oder aus ihnen kann Code generiert werden.

Nachteile:
Nicht alle architektur-relevanten Sachverhalte lassen sich mit der UML mit vertretbarem Aufwand darstellen (vgl. UML kann eine Softwarearchitektur nicht vollständig beschreiben).

Die UML ist eine umfangreiche Notation. Die beiden Spezifikationsdokumente UML-Infrastructure und UML-Superstructure umfassen zusammen mehr als 800 Seiten. Um die Notation vollständig zu beherrschen, ist einiger Einarbeitungsaufwand bzw. Schulungsaufwand erforderlich, Missverständnisse durch Unkenntnis der Notation sind möglich.

Die Schaubilder in der UML sind in der Regel „Strichgrafiken“, sie erfüllen kaum ästhetische Anforderungen, für Kunden oder Management-Präsentationen sind noch zusätzliche grafisch ansprechende Schaubilder zu erstellen.

Für eine Analyse der Eigenschaften des spezifizierten Systems genügt die in der UML 2.0 definierte Semantik in der Regel nicht. Abhängig von den zu untersuchenden Eigenschaften muss diese der UML beispielsweise über UML-Profile mit formal definierter Semantik aufgeprägt werden.
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