Die Unterstützung für MDA durch Werkzeuge hängt zur Zeit noch etwas zurück. Obwohl es bereits eine Reihe von gibt, erscheinen diese noch nicht ausgereift. Dies betrifft sowohl die funktionalen als auch die nicht-funktionalen Aspekte.
Funktional setzen die Werkzeuge den MDA-Standard der OMG noch nicht vollständig um. In einem Werkzeug z. B. ist die Trennung von fachlichem ( PIM) und technischem Modell ( PSM) zwar deutlich hervorgehoben. Ein Wechsel der technischen Plattform ist aber nur mit Aufwand möglich. Auch die parallele Entwicklung für mehrere Plattformen scheint in vielen Werkzeugen nicht vorgesehen zu sein.
Zu den nicht-funktionalen Einschränkungen gehört z. B. die Performance. So dauert beispielsweise das Umbenennen einer Implementierungsklasse im Code in der Regel nur Sekunden. Inklusive der damit verbundenen Nachfolgeänderungen (z. B. Umbenennung der Datei im Konfigurationsmanagementsystem) bewegt man sich etwa im Minutenbereich. Die Umbenennung einer Klasse im UML-Modell eines MDA-Tools hingegen kann schon aufwändiger werden. Der MDA-Codegenerator muss den gesamten Code neu generieren. Die Arbeitsumgebung muss konsistent gehalten werden. Dazu gehört beispielsweise, dass alle Artefakte mit dem alten Namen gelöscht werden.
Der Vergleich ist vielleicht nicht ganz fair, da das Umbenennen einer Klasse in UML etwas anderes ist - die Rückwirkungen sind viel größer als bei einer Implementierungsklasse. Trotzdem erwartet der Entwickler einfach, dass alles genauso einfach und schnell geht wie im Code.