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Verfahren
STD (Fortsetzung 1)
Methode/Technik:2655
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Beschreibung
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Transitionen

Mittels Transitionen werden die Übergänge zwischen verschiedenen Zuständen beschrieben. Transitionen werden durch gerichtete Kanten im STD repräsentiert und verbinden jeweils zwei Kontrollzustände: den Quellzustand und den Zielzustand. Quell- und Zielzustand müssen dabei nicht notwendigerweise verschieden sein. Zusätzlich kann eine Transition mit folgenden Attributen genauer beschrieben werden:

  • einer Vorbedingung
  • einer Menge von Eingabemustern
  • einer Menge von Ausgabemustern
  • einer Menge von Nachbedingungen
  • einer Bezeichnung (Label)
  • einem Kommentar
Eine Transition kann genau dann schalten (d.h. ausgeführt werden), wenn sich die zugeordnete Komponente im Quellzustand der Transition befindet, die Vorbedingung erfüllt ist und die Eingaben an den Eingabeports mit den Eingabemustern in Übereinstimmung gebracht werden können. Nach dem Schalten der Transition geht der Kontrollzustand der Komponente in den Zielzustand der Transition über, der Datenzustand wird anhand der angegebenen Nachbedingungen angepasst und die Ausgabe entsprechend der Ausgabemuster auf die Ausgabeports geschrieben. Die Bezeichnung der Transitionen dient lediglich der Beschriftung in der Graphik. Der Kommentar kann weitere Hinweise zu dieser Transition enthalten.



STDs können nichtdeterministisch sein. Das heißt, zu einem gegebenen Zeitpunkt können prinzipiell verschiedene Transitionen schalten. In einem konkreten Ablauf kann dann eine der möglichen Transition ausgewählt werden, die aktuell schaltet. Tritt die gleiche Situation zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein, so wird möglicherweise eine andere der prinzipiell möglichen Transitionen ausgewählt.

Abbildung 2 zeigt das Zustandsübergangsdiagramm des Controllers. Die Beschriftungen an den Transitionen sind einfache Labels. In Abbildung 3 sind die Annotationen der Receive request-Transition dargestellt. Die dünnen Ellipsen stellen Transitionen mit identischem Quell- und Zielzustand dar. (Pfeilspitzen haben hier keine Bedueutung und können daher weggelassen werden.)


Abbildung 2: Zustandsübergangsdiagramm des Controllers

Beschriftung der Receive request-Transition:

Feldname : Wert

Vorbedingung : t == (0 - 1)

Eingabemuster : Req?Present

Ausgabemuster : TL!Green; PL!Stop; Ind!On

Nachbedingung : t = TGreen

Beschriftung : Receive request

Kommentar :
Die genaue Bedeutung und Auswirkung der einzelnen Felder wird im Folgenden beschrieben.

Musterparameter

Musterparameter werden mittels Mustervergleich in Eingabemustern mit Werten belegt. Die Musterparameter können dann mit ihren aktuellen Werten in der Vorbedingung, den Ausgabemustern und den Nachbedingungen verwendet werden.

Vorbedingung

Damit eine Transition schalten kann, muss deren Vorbedingung erfüllt sein, d.h. ihre Auswertung muss True ergeben. Die Vorbedingung ist im Wesentlichen ein boolescher Ausdruck der jeweils verwendeten Programmiersprache (Java oder QuestF). In der Vorbedingung können Musterparameter und lokale Variablen der zugehörigen Komponente verwendet werden.

In der folgenden Transitionsannotation wird ein Musterparameter m definiert, der mit dem am Port input anliegenden Wert belegt wird. Dieser Wert muss größer Null sein, damit die Transition ausgeführt werden kann. In der Nachbedingung wird dann der zuvor eingelesene Wert in der lokalen Variablen lokal der zugehörigen Komponente gespeichert.

Vorbedingung: m>0
Eingabemuster: input?m
Nachbedingung: lokal = m


STD (Fortsetzung 2)

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