Betrachten wir nun einmal eine Folge von Zuständen, die mit dem Anfangszustand beginnt und in der sich an jeden Zustand, sofern er nicht der letzte in der Folge ist, ein (beliebig ausgewählter) erlaubter Folgezustand anschließt. Das Nacheinander kann als "Später" gedeutet werden. Wir haben also so etwas wie ein zeitliches Verhalten vor uns, natürlich ohne ein definiertes Maß für Dauer. Man spricht von einem Ablauf des Systems, oder auch von einer Kausalkette.
Wie spezifiziert man nun die Übergangsfunktion Z? Ein handliches Beschreibungsmittel sind Übergangsdiagramme. Sie stellen die Kontrollzustände durch Knoten dar und die Übergänge durch gerichtete Kanten zwischen den Knoten. Zur vollständigen Definition von Z ist im Diagramm an jeder Kante, die man vorsieht, textuell anzugeben, für welche Datenzustände die Kante vorgesehen ist. Für solche Festlegungen öffnet AutoFOCUS zu jeder Kante ein hilfreiches Eingabefenster, wie wir gleich sehen werden. Die Kanten tragen Namen.
Es geht uns ja um die Verhaltensmodellierung der einzelnen Systemkomponente. Die Absicht, jeweils ein Übergangsdiagramm zu verwenden, macht es notwendig, sich Gedanken über Kontrollzustände zu machen, die sozusagen huckepack die Datenzustände tragen. Mit diesem Trick bewältigt man auch Komponenten mit unendlicher Zustandsmenge (mit unendlicher Datenvielfalt) durch endliche Beschreibungen (endliche Diagramme).