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 | |  |  | | Beschreibung |  | Für die Echtzeiterweiterung der UML liegt bereits ein Vorschlag von namhaften Werkzeugherstellern vor, die ihre derzeit unterstützten Dialekte in einem gemeinsamen Ansatz integrieren wollen. Dieser Vorschlag lässt noch viele Freiheiten für die Unterstützung der Modellierung durch Werkzeuge, identifiziert jedoch drei wesentliche Konzepte, die in die UML einfließen sollen:
- Resourcen und Quality of Service Attribute
- Zeitkonzepte
- Scheduling
Wesentliche nichtfunktionale Anforderungen in technischen Anwendungen an Ressourcen wie Komponenten und Kommunikationskanäle werden mittels Quality of Service (QoS) Attributen definiert. Diese können als UML-Stereotypen den betreffenden Modellierungselementen zugeordnet werden. Solche Mechanismen bieten zunächst keine Garantie für die Einhaltung von Qualitätsmerkmalen, sondern stellen ein Mittel der Anforderungsdokumentation dar.
Für das wichtigste QoS-Attribut - Echtzeitfähigkeit - sind zwei Zeitmodelle vorgesehen: Kontinuierliche (beliebig genaue) Zeit und ein für Softwareanwendungen häufig gebrauchtes gröberes, diskretes Zeitmodell. Um Echtzeitbezüge in Modellen auszudrücken, stehen Uhren und Timer zur Verfügung. Timer sind rücksetzbare Uhren, die (wie ein Wecker) Signale absetzen können.
Für die Darstellung von Leistungsanforderungen wird in über die explizite Modellierung von Scheduling-Strategien mit der UML diskutiert. Diese sind allerdings stark von der Implementierungsplattform abhängig. Ihre Einbeziehung in die UML steht deshalb im Widerspruch zum Ziel einer möglichst allgemeinen Modellierungssprache. Wir gehen deshalb auf Scheduling-Strategien nicht weiter ein.
Umsetzung der Konzepte in UML-RT
UML-RT bietet konkrete Erweiterungen der UML an, die sich unmittelbar in die oben diskutierten Konzepte einordnen lassen: Im Mittelpunkt stehen Elemente zur Beschreibung der Architektur eines Systems, insbesondere zur Darstellung hierarchischer Komponentenstrukturen und Kommunikationsbeziehungen. Beide Aspekte werden in Capsule Diagrammen dargestellt. Zur Modellierung von Zeit stehen Uhren und Timer zur Verfügung. Scheduling-Strategien können mittels Prioritäten für Nachrichten beeinflusst werden, allerdings fehlt hier ein verbindliches mathematisches Modell.
UML-RT stellt in dieser Form einen Vorschlag dar, der die wesentlichen Ziele der Standardisierung durch die OMG umsetzt. Allerdings ist die Ausgestaltung des Standards ein von vielen, auch kommerziellen, Interessen abhängiger Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. |  |
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