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Verfahren
UML 1.x State Charts
Methode/Technik:2564
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Beschreibung
Statecharts wurden bereits 1967 von Harel als Erweiterung der Automaten eingeführt. Sie sind heute Basis ausge­reifter Werkzeuge zur Modellierung eingebetteter Systeme. Statecharts beschreiben das Ablauf­modell einer Komponente der Software. In der UML wer­den Statecharts häufig eingesetzt, um den Lebenszyklus eines Objekts, also Abhängigkeiten zwischen den Metho­den­aufrufen und dem Zustand des Objekts zu beschreiben. Ein Statechart kann aber auch benutzt werden, um das Ablaufmodell einer komplexen Methode darzustellen.

bild8scbaugruppe

Das Statechart in der Abbildung beschreibt Zustände (als abgerundete Rechtecke dargestellt) der Klasse Baugruppe und wird zur Montage benutzt. Es ist, wie im Entwurf üblich, noch nicht fest­gelegt, in welcher Form das State­chart von den Methoden der Klasse umzusetzen sein wird, obwohl hier sichtbar ist, dass es sich um einen Lebens­zyklus für die Montage handelt. Das angegebene Statechart abstrahiert ausserdem von vielen Einzelschritten indem es diese z.B. in “montiereC” bündelt.

Mit Hilfe hierarchischer Zustände können Zustandsräume zusammen­gefasst werden. Transitionen (als Pfeile darge­stellt) sind im allgemeinen mit einem Ereignis oder einem Methoden­namen behaftet. Zusätzlich kann eine Bedingung angege­ben werden, unter der die Transition erfolgen kann. Über die gezeigten Elemente hinaus kann jede Transition mit einer Aktion attributiert sein, die bei der Transition ausge­führt wird. Zusätzlich können Zustände mit Entry-, Exit- und Do-Aktionen versehen werden, die beim Betreten und Verlassen eines Zustands bzw. während des Verwei­lens in einem Zustand zusätzliche Funktionalität erbringen.

Im Gegensatz zu Sequenzdiagrammen zeigt ein Statechart keine Interaktion zwischen Objekten, sondern modelliert gleichzeitig den Zustand und das Verhalten eines Objekts. Dabei können Statecharts Verhalten vollständig beschrei­ben, während Sequenzdiagramme meist exemplarisch sind. Leider wird dadurch die Statechart-Notation komplexer und benötigt einigen Lernaufwand.

Die Abbildung zeigt ein für die Benutzung von Statecharts in der UML typisches, abstraktes Zustandsmodell der Klasse Baugruppe. Eine Detaillierung bzw. Umsetzung des State­chart erfolgt erst durch die Methoden der Klasse. In der Praxis hat sich gezeigt, dass viele Objekte kein komplexes Zustandsmodell besitzen, so dass eine Model­lierung mit Statecharts nicht notwendig ist. Dagegen sind Varianten von Zustandsautomaten für eingebettete Systeme sehr erfolgreich im Einsatz. Beispiele sind ROOMcharts, Statecharts in Rhapsody oder SDL-Automaten. Statecharts werden dort meist zur detaillierten Beschrei­bung des Verhaltens eines Objektes, etwa zur Beschrei­bung aller Schritte des Montageablaufes genutzt. Die detail­lierte Verhaltensmodellierung mit ROOMcharts ist ein wesentlicher Bestandteil der UML-RT.

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