Bei nicht zerlegbaren System sind weder Schnittstellen noch der Anwendungskern in Module unterteilt, das Altsystem ist ein Monolith. Für ein Stufenkonzept stehen dann zwei Alternativen zur Verfügung:
2. Gateway oberhalb der Schnittstellen. Das Vorgehen entspricht zunächst der Kapselung des Systems (vgl. Kapselung und Screen Scraping). Ein Gateway kann nur noch oberhalb der Schnittstellen platziert werden. Für die Migration eines solchen Systems wird das Altsystem als Black-Box betrachtet und über das Gateway gekapselt. Die Funktionalität des Systems muss komplett erfasst und dokumentiert werden, so dass im nächsten Schritt eine logische Unterteilung der Funktionalität in Funktionsgruppen vorgenommen werden kann. Diese bilden dann die Grundlage für die iterative Erstellung der Komponenten des Zielsystems.
Bei der gleichzeitigen Migration der zugehörigen Datenbankteile muss besondere Sorgfalt auf die Vermeidung von Inkonsistenzen gelegt werden. Aufgabe des Interface Gateways ist es dann, für die Testphase und den späteren schrittweisen Cut-Over die Benutzerzugriffe auf Altsystem und schon migriertes Zielsystem zu koordinieren. Informationen hierüber kann der Gateway wie schon bei den anderen Fällen einer Mapping Tabelle entnehmen.