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Verfahren
Qualitätsmodelle
Methode/Technik:22899
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Beschreibung
Um die innere Qualität und damit die Entwicklung des Softwaresystems während seiner Evolution bewerten zu können, werden ausgehend von den Ergebnissen der Anforderungsanalyse und der Fallstudien geeignete Qualitätsmodelle mit brauchbaren Operationalisierungen von Qualität entwickelt. Diese Operationalisierungen umfassen projektspezifisch relevante Aspekte und Abstraktionen. Das damit verfolgte Ziel besteht in der Ermittlung der relevanten Sicht auf Qualität sowie in der Herleitung der jeweiligen Operationalisierung, um so auch hochwertige Qualitätsaspekte bestimmbar zu machen. Diese Bestimmbarkeit wird hauptsächlich durch Metriken und Heuristiken sowie deren Entwicklung über die Zeit ermöglicht. Die Maße und Heuristiken müssen geeignet formalisiert und dokumentiert werden, um sie in erweiterbaren Werkzeugen verwenden zu können.
  • Software-Metriken
  • Zur Messung der Qualitätskriterien und damit der inneren Qualität werden geeignete Software-Metriken identifiziert und weiterentwickelt. Hierbei werden insbesondere Metriken auf höheren Abstraktionsebenen benötigt, die im QBench-Projekt entwickelt und mit dem Qualitätsmodell in Beziehung gesetzt werden. Ergänzend dazu erfolgt die Systematisierung der einzelnen Metriken.

    Es soll möglich sein, die Metriken konstruktionsbegleitend einzusetzen, so dass diese in der Lage sein müssen, auch mit unvollständigen Informationen (z.B. unfertigen Systemen) umzugehen. Dies soll durch die Definition der Metriken auf Grundlage eines mehrstufigen Systemmetamodells sichergestellt werden. Als konkretes Projektziel wurde die Vermessung von großen Softwaresystemen mit mehr als einer Million Zeilen Quelltext angegeben. Die erfordert vor allem bei quelltextnahen Metriken eine Beachtung der skalierenden Messkonzepte. Um die Analyseergebnisse anschaulich verdeutlichen, ist darüber hinaus der Einsatz zusätzlicher Visualisierungstechniken angedacht.

  • Trendanalyse
  • Die Trendanalyse ist ein wichtiges Instrument für die Bewertung der Qualität in der evolutionären und iterativen Software-Entwicklung, wobei es möglich sein muss, die Messwerte über verschiedene Versionen des betrachteten Softwaresystems hinweg zu erfassen. Um die Trendanalyse auch bei größeren Softwaresystemen wirtschaftlich durchführen zu können, sind die werkzeugunterstützte Erkennung der zu messenden Artefakte in den verschiedenen Versionen sowie die Verwendung evolutionärer Qualitätsmodelle unabdingbare Voraussetzung.

  • Heuristiken
  • Entwurfsheuristiken sind unverzichtbar wenn es gilt, Qualitätsziele nicht nur analytisch, sondern auch konstruktiv zu erreichen. Parallel dazu finden Heuristiken aber auch Verwendung zur Problemanalyse. Aus diesem Grund ist es erforderlich, den entwickelten Qualitätsmodellen passende Heuristiken zuzuordnen. Die umfassende Datenerfassung und konsequente Auswertung der Fallstudien soll in der Definition neuer Heuristiken gipfeln, die zur Sicherung der inneren Qualität von Softwaresystemen beitragen.
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