Finanzdienstleister verfügen über komplexe, heterogene Landschaften mit vielen Softwaresystemen. Diese decken jeweils Teile der Geschäftsprozesse ab. Die nahtlose, flexible Integration der Systeme zur Unterstützung der internen Geschäftsprozesse ist eine wichtige Herausforderung.
Bei Firmenfusionen, die in Deutschland in den vergangenen Jahren in großer Zahl auftraten, sind auch die IT-Landschaften zu integrieren (z.B. Dresdner Bank AG mit Allianz AG). Allein im Jahr 2001 nahm die Gesamtzahl der Kreditinstitute in Deutschland nach Angaben der Bundesbank um zehn Prozent ab. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der rechtlich selbständigen Kreditinstitute durch 175 Fusionen um knapp zehn Prozent.
Die Beherrschung und Planung dieser Anwendungslandschaften ist Erfolgsfaktor für Unternehmensfusionen und für die Verbesserung und Anpassung der Geschäftsprozesse. Doch auch ohne die speziell durch Fusionen ausgelöste Problematik besteht ein Druck zur Konsolidierung der IT, um die Effektivität zu erhöhen und Kosten zu sparen. Auch innerhalb einer Institution sind mehrere Anwendungen für den gleichen Zweck anzutreffen oder werden zusammenhängende Prozesse durch verschiedene Lösungen abgedeckt. Oft ist die Konsolidierung mit der Integration von Standardsoftware verbunden.