Banken und Verschierungen verfügen über eine in der Regel sehr heterogene, gewachsene IT-Landschaft. Einige Softwaresysteme sind über 30 Jahre alt.
Zentrale Buchungssysteme
Die geschäftskritischen Systeme der Banken und Versicherungen werden auf zentralen (Host-) Systemen betrieben. Diese sind über wenige Rechenzentren in Deutschland oder weltweit verteilt. Die Rechenzentren werden vorwiegend von den Finanzdienstleistern selbst oder ihren IT-Töchern betrieben. Die Systeme in der Zentrale, den Filialen, für den mobilen Vertrieb (Vertreter) und E-Commerce haben eine Online- oder Batch-Schnittstelle zu diesen Systemen.
Systeme in Filialen
Die Großbanken und Sparkassen verfügen über ein großes Netz von Filialen. Die Sparkassen besitzen mit über 16.000 Geschäftsstellen das umfangreichste Filialnetz in Deutschland. Die IT-Systeme der Filialen haben Zugriff auf die zentralen Systeme. Die Geschäftslogik befindet sich im Schwerpunkt auf den zentralen Systemen. In den Filialen der Banken sind zusätzlich SB-Geräte (Selbstbedienungsgeräte) wie Kontoauszugsdrucker, Geldautomat, Überweisungsautomat etc. aufgestellt.
Systeme für den Mobilen Vertrieb
Insbesondere Versicherungen arbeiten mit Vertretern, die Hausbesuche durchführen und Verträge vor Ort abschließen. Die Vertreter haben in der Regel Laptops mit den wichtigsten Vertriebssystemen. Diese Systeme haben eine Offline-Schnittstelle zu der zentralen IT, z.B. über Datenabgleich am Tagesende.
Internet – Vertrieb, E-Commerce
Das Internet ist mittlerweile wichtiger Vertriebskanal. Versicherungen und Banken vertreiben ihre Produkte über diesen Kanal. Viele Dienste für Kunden werden Online angeboten (Online- Banking, Online-Broking). Einige Banken und Versicherungen haben weder mobile Vertreter noch Filialen, Kunden haben nur über Telefon und Internet Zugriff auf die Dienste.