In der Gesamtheit sämtlicher fortgeschriebener Reports eines Projektes liefert ein Reporting-System eine kontinuierliche Dokumentation der Projekthistorie. Diese kann und sollte als wertvolle Erfahrungsbasis genutzt werden.
Aufbauend auf diesem Erfahrungsschatz kann eine langfristige Verbesserung der Vorgehensweise in anderen Projekten erzielt werden. Daneben lassen sich daraus für eventuelle Krisenfälle auf Erfahrung beruhende Notfallpläne ableiten. Diese Notfallpläne stellen somit das Ergebnis der Analyse und Speicherung von Erfahrungswerten dar und sollten im Idealfall allen Projektleitern zur Verfügung stehen. Gerade bei der Software-Entwicklung sind Erfahrungswerte zur Schätzung des Aufwandes zukünftiger Projekte nahezu unverzichtbar. Aufwandschätzmethoden wie die Function-Point-Methode greifen hauptsächlich darauf zurück.
Die kontinuierliche Bewertung des gesamten Projektes ermöglicht zudem die Beurteilung der Projektperformance. Diese Beurteilung kann beispielsweise die Grundlage für eine leistungsorientierte Entlohnung und Prämiengewährung zur Motivationssteigerung der Mitarbeiter bilden. Außerdem ermöglicht sie die nachträgliche Vergleichbarkeit mit anderen Projekten.