Die in diese Kategorie fallenden Werkzeuge dienen zur Durchführung von Leistungs- und Stresstests. Beide Testarten besitzen viele Gemeinsamkeiten, auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden soll. Der Hauptunterschied ist die Belastung des Testlings. Beim Leistungstest wird der Testling im Normalbereich an der Grenze zur Überlast betrieben. Demgegenüber stellt der Stresstest einen Betrieb bei Überlast dar.
Für beide Testarten ist es notwendig, Lasten zu erzeugen. Die Notwendigkeit einer Werkzeugunterstützung lässt sich am Beispiel eines Buchungssystems verdeutlichen, welches beispielsweise für die Bedienung von maximal 100 Terminals ausgelegt ist [ Lig02 ]. Dies kann nur werkzeugunterstützt realisiert werden, da eine gewisse Gleichzeitigkeit bei der Belastung einzuhalten ist, und zudem mit dem Eintritt bestimmter Ereignisse Zeiten oder Auslastungen gemessen werden können.
Leistungs- und Stresstestwerkzeuge sind häufig in Regressionstestwerkzeuge integriert. Dies ist nachvollziehbar, da Regressionstestwerkzeuge ohnehin die Möglichkeit des Mitschnitts von Tests bieten. Eine Lasterzeugung lässt sich einfach als Vervielfältigung eines Regressionsmitschnitts realisieren. Leistungs- und Stresstestwerkzeuge bieten typischerweise Editierfunktionen für Regressionsmitschnitte an. Darüber hinaus verfügen sie über zahlreiche Messfunktionen für die Registrierung von Antwortzeitverhalten und Ressourcenauslastung.