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Werkzeug
ADO.NET
Werkzeug:21838
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Beschreibung des Werkzeuges
ADO.NET (Active Data Objects) ist ebenfalls Teil des .NET-Frameworks. Dieser Teil des Frameworks ist für die Anbindung an alle möglichen Datenquellen vorgesehen. Momentan werden verschiedene SQL-Server und alle Datenbanken mit ODBC-Schnittstelle standardmäßig unterstützt. Weitere Anbindungen sind in den Open Source Communities (GotDotNet oder Sourceforge) verfügbar.

Wichtigstes Merkmal von ADO.NET ist die einheitliche Schnittstelle, die es zur Clientseite hin zur Verfügung stellt. Relationale Datenbanken, wie z.B. der MS SQL-Server, werden vollständig abstrahiert, der Zugriff erfolgt dann über eine objektorientierte API (siehe folgende Abbildung).

f01daag02

Die Besonderheit an ADO.NET ist, dass es neben dem sitzungsorientierten Verbindungsschema auch mit sog. Verbindungslosen Daten umgehen kann.

Beispiel:
Die normale Vorgehensweise bei der Arbeit mit Datenbanken ist
  • das Aufbauen einer Verbindung zum DBMS-Server,

  • Holen der Daten,

  • Ändern,

  • Zurückschreiben und

  • die Verbindung wieder schließen.

  • Bei verbindungslosen Daten wird
  • die Serververbindung geöffnet,

  • die Daten werden geholt und gepuffert und

  • die Verbindung wird sofort wieder geschlossen.


  • Es liegen hier also Kopien der Daten der Datenbank im Speicher des Clients. In ADO.NET existiert eine Klasse DataSet, die diese temporäre Speicherung ermöglicht. Da diese Klasse neben den Daten auch Tabellenstrukturen (DataTableCollection) und Relationen (DataRelationCollection) mitspeichert, liegt hier also ein Teilreplikat der Datenbank im Speicher. Man spricht hier auch von einer so genannten Glossar In Memory Data Base (IMDB) (siehe Skizze folgende Abbildung).

    datafig01

    Das folgende Listing zeigt fragmentarisch, wie mithilfe eines Datenadapters die Northwind-Beispieldatenbank abgefragt und die Ergebnismenge in ein DataSet eingelesen werden kann. Die Ergebnismenge steht daraufhin als lokale Kopie im Arbeitsspeicher des Clientcomputers zur Verfügung.

    // Verbindung zur Datenbank aufbauen
    string connString = "Data Source=localhost;
       Integrated Security=SSPI;
       Initial Catalog=Northwind;";
    SqlConnection myConnection =
       new SqlConnection(connString)

    // Datenadapter definieren, Selektionskommando festlegen
    SqlDataAdapter da =
     new SqlDataAdapter("SELECT * FROM Customers",
       myConnection);

    // neues DataSet anlagen und mit Daten befallen...
    DataSet ds = new DataSet();
    da.Fill(ds, "Customers");


    Die IMDB wurden eigentlich schon für Glossar COM+ versprochen, jedoch erst mit ADO.NET und dem DataSet realisiert. Um möglichst flexibel zu sein, baut ADO.NET, insbesondere das DataSet, stark auf XML-Technologien (siehe auch Verfahren - Methode/Technik Ein Überblick über XML) auf. So erfolgt die Datenhaltung in einem XML-Baum, die Suche bspw. über XPath. Die Konsequenz ist, dass die eigentliche Datenquelle hinter der ADO.NET Facade nahezu transparent ist. Mit minimalem Aufwand ist es möglich, Infrastrukturen zu schaffen, die es erlauben, Datenquellen beliebig zu mischen und zur Laufzeit auszuwechseln, ohne dass dies konkrete Clients beeinträchtigt.
    Plattformen
    Windows 2000, XP, 2003
    Hersteller
    Microsoft
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