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Verfahren
Allgemeines zu vergleichenden Verfahren
Methode/Technik:21156
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Beschreibung
Die Identifizierung von Problemstellen erfolgt allgemein durch einen prüfenden Vergleich. Eine Prüfung beinhaltet immer ein Objekt, das analysiert werden soll (Prüfling) sowie die Vorgabe einer bestimmten Menge von Eigenschaften, die der Prüfling besitzen soll (Anforderungen). Prinzipiell können zwei Arten der Prüfung unterschieden werden:

  • Prüfung gegen positive Vorgaben, d.h. bei der Prüfung werden Eigenschaften vorgegeben, so dass falls der Prüfling die Eigenschaft besitzt, auch die höheren Anforderungen erfüllt werden. Solche Prüfungen können stets durchgeführt werden, weil Anforderungen stets verfügbar sind. Die Möglichkeiten sind aber oft begrenzt, weil nicht alle Anforderungen genügend präzise formalisierbar sind, bestimmte Probleme schlicht nicht entscheidbar sind oder ein Verfahren an praktische Grenzen wie Dauer der Analyse und benötigte Speicherkapazitäten stößt.
  • Prüfung gegen negative Vorgaben, d.h. bei der Prüfung werden die Eigenschaften so formuliert, dass falls der Prüfling diese Eigenschaft besitzt, die höheren Anforderungen nicht erfüllt werden. Solche Prüfungen sind sehr wertvoll, sie setzen jedoch eine Vermutung über typische Fehler voraus.
Generell ist nicht davon auszugehen, dass jede durch eine Prüfung angezeigte Schwachstelle tatsächlich eine Verletzung der Anforderungen darstellt, weil häufig ungenaues Wissen bei der Prüfung verwendet wird. Die Meldung eines Prüfverfahrens, dass an einer bestimmten Stelle eine Anforderungsverletzung vorliegt, wird daher zunächst als Anomalie bezeichnet. Diese muss durch weitere (ggf. manuelle) Prüfungen auf Richtigkeit geprüft werden. Es sind dabei stets zwei Arten von Fehlern zu erwarten:

  • falsch-negative Fehler: Obwohl eine Anforderungsverletzung vorliegt, hat die Prüfung dies nicht erkannt.
  • falsch-positive Fehler (falscher Alarm): Es liegt keine Anforderungsverletzung vor, das Prüfverfahren meldete jedoch das Gegenteil.
Beide Fehlerarten schmälern den Wert einer Analyse. Bei zu vielen falsch-negativen Fehlern ist fraglich, ob die Analyse überhaupt Wissen generiert hat, das vorher nicht schon vorhanden war. Immerhin kann man mit dieser Art von Fehlern häufig noch leben, weil ohne die Analyse gar keine Anforderungsverletzungen gefunden werden würden. Falsch-positive Fehler schädigen die Seriösität der Analyse (und zuweilen des Durchführenden) und generieren zusätzlichen Aufwand zur Nachprüfung der Resultate. Wenn der Aufwand, der zur Nachprüfung der angezeigten Anomalien den Aufwand einer anderen ebenso wertvollen Analysetechnik (z.B. manuell) übersteigt, ist das Verfahren praktisch wertlos.
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