In den 90er Jahren war es Ziel vieler Unternehmen, ihre über die Jahre gewachsene heterogene Systemlandschaft zu vereinheitlichen und auf eine gemeinsame technologische Basis zu stellen. Es wurden große Aufwände in die Ablöse von Altsystemen gesteckt. Backend Connectivity, also die Anbindung von Legacy-Systemen an neue Technologien wie J2EE-Server, wurde als eine vorübergehende Zwischenlösung angesehen. Langfristig war das Ziel die vollständige Migration der Altanwendungen auf neue Technologien.
Inzwischen hat sich jedoch herausgestellt, dass insbesondere unternehmenskritische Systeme nicht ohne weiteres ersetzt werden können. Zu hohe Ablösungsaufwände und nicht ausreichende Infrastruktur bzw. Technologien jenseits vom Mainframe zählen zu den Hauptgründen. Die vielgeschmähte Backend Connectivity wurde hoffähig und bildet heute die Basis der Integrationstechnologien.
Statt Ablöse werden heute Systemlandschaften und ihre mögliche Integration betrachtet. Das Zauberwort heißt Enterprise Application Integration (EAI).
EAI ist weder ein Produkt noch ein Standard, sondern kann eher als eine Kombination aus Methoden und Technologien zur Integration von heterogenen Systeme beschrieben werden. Standards und Produkte spielen dabei natürlich eine wesentliche Rolle. So vielfältig die Unternehmen sind, so vielfältig sind die verfügbaren EAI-Produkte und ihre Fähigkeiten. Eine genaue Analyse, welches Produkt zu den jeweiligen Anforderungen und zur Systemlandschaft in einem Unternehmen passt, ist deshalb unerlässlich.