Die richtige Ansprache der Zielgruppe sowie die Entwicklung der entsprechenden Richtlinien für den fachspezifischen Content sind abgeschlossen. Es existieren bereits die ersten Design-Prototypen.
Durchzuführende Aktivität
Ausgehend von den darzustellenden Inhalten der E-Business-Anwendung und den definierten Zielgruppen, wird eine Strukturierung der Anwendung in inhaltliche Rubriken vorgenommen. Ziel ist es, dem Benutzer eine gute Orientierung über die Inhalte zu geben. Die Rubrikenstruktur spiegelt den statischen Aspekt der Inhaltsstrukturierung wider. Hierbei ist darauf zu achten, dass verschiedene Gruppen unterschiedliche Sichten auf ein Unternehmen haben. Ein Kunde hat wahrscheinlich ein anderes Bild von einem Unternehmen als ein Lieferant bzw. ein Beschäftigter. Aufgrund dieser Tatsache sollte eine Benutzeroberfläche nicht nur eine Sicht auf das Unternehmen reflektieren.
Die Gestaltung der Rubrikenstruktur ist eng an den Entwurf der Navigationsstruktur gekoppelt. Sie beschreibt die Möglichkeiten für den Benutzer, sich den Inhalt der
E-Business-Anwendung durch die Navigation zu erschließen. Eine möglichst einfach zu erschließende und anzuwendende Navigation ist das Ziel des Entwurfs, wobei auch hier die Erwartungen der Zielgruppen berücksichtigt werden müssen. Dies ist z. B. der Wunsch schnell und direkt zur gewünschten Information zu gelangen. Hilfefunktionen sind ein wesentlicher Bestandteil der Benutzeroberfläche, da sie dem Benutzer Unterstützung bieten, wenn er sich über die Bedienung der Oberfläche im Unklaren ist. Eine Hilfefunktion ist beispielsweise eine Sitemap, die einen Überblick über die Inhalte der Anwendung bietet, sind Hinweise, wie bestimmte Masken auszufüllen sind oder der Sprachstil, in dem sich die Anwendung präsentiert.
Für die Konzeption und den Entwurf der Benutzeroberfläche gibt es viele verschiedene Methoden und Techniken. Neben einem rechnergestützen Design-Prototypen ist das Storyboard eine weitere Technik. Beim Storyboard handelt es sich um eine Papier-und-Bleistift-Technik, bei der die Reihenfolge der Ereignisse angezeigt wird sowie eine Spezifikation der Benutzeraktionen erfolgt. Das Ergebnis ist ein Szenario von möglichen Informationspunkten, zwischen denen der Benutzer navigieren kann. Es empfiehlt sich, für die verschiedenen potentiellen Benutzergruppen (z. B. Kunden, Lieferanten, etc.) auch verschiedene Storyboards zu erstellen.
Ergebnis der Aktivität
Die Konzeption der an der Zielgruppe ausgerichteten Benutzungsoberfläche wird durch entsprechende Usability-Tests überprüft. Die Ergebnisse bilden u. a. die Grundlage für die Erstellung der Benutzeroberfläche.