Für die Bewertung der Geschäfts- und Projektrisiken liegt das entwickelte Geschäftsmodell vor. Des Weiteren existieren die Ziele und Vorgaben für das zukünftige E-Business-System.
Durchzuführende Aktivität
Es werden die Geschäfts- und Projektrisiken ermittelt, die durch die Erstellung der E-Business-Anwendung entstehen können. Bei diesem Vorgehen ist zwischen der Risikoidentifikation, Risikobewertung und der Risikovorsorge zu unterscheiden.
Im ersten Schritt, der Risikoidentifikation, werden im Vorfeld des Projekts die potentiellen Ursachen und möglichen Symptome der Projektrisiken benannt. Die dazu nötigen Informationen können aus Expertenbefragungen in Form eines Interviews, Delphi-Methode oder den Ergebnissen bereits durchgeführter Projekte gewonnen werden. Ebenso können Ishikawa-Diagramme oder die Mind-Mapping-Methode als Problemlösungstechniken verwendet werden.
Anschließend erfolgt im zweiten Schritt die Risikobewertung, indem die im ersten Schritt identifizierten Risiken quantitativ bewertet werden. Nach DIN 69905 meint dies, die "Quantifizierung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und der möglichen Höhe eines Schadens". Die potentiellen Schäden, seien sie materieller oder immaterieller Art, müssen dabei finanziell bewertet werden. Als methodische Ergänzung können ebenfalls die Ausführungen des PMBOKs herangezogen werden, die die Priorisierung der potentiellen Projektrisiken vorschlagen.
Im dritten Schritt, der Risikovorsorge, sollen die Risiken reduziert werden, indem beispielsweise Änderungen im Projektplan, der Entwicklung von Fallback-Plänen oder eine Risikofinanzierung durch Bildung von Rücklagen vorgenommen werden.
Das Management von Geschäfts- und Projektrisiken ist keine Momentaufnahme, sondern sollte über die gesamte Projektlaufzeit kontinuierlich durchgeführt werden.
Ergebnis der Aktivität
Als Ergebnis sind die potentiellen Geschäfts- und Projektrisiken eruiert. Anschlusstätigkeiten sind in der Aufgabe Bewilligung des Projektes zu vollziehen.