Der Zeitraum und damit die Kosten der Instandhaltung und Pflege eines sich im Betrieb befindlichen Softwaresystems dominieren bei vielen Systemen die Gesamtkosten bei weitem. Deshalb ist es wichtig, schon während der Entwicklung des Systems darauf zu achten, keine unnötig hohen Wartungskosten durch kurzsichtige Implementierungen entstehen zu lassen. Zu diesem Zweck wird in diesem Artikel das Law of Demeter vorgestellt, eine Metrik, die die Kopplung von Klassen misst. Eine zu starke Kopplung wird im Allgemeinen als Indikator für erhöhte Wartungskosten angesehen. Das Law of Demeter lässt sich jedoch nicht nur als Metrik zur Messung der Kopplung verwenden, sondern lässt sich auch projektbegleitend dazu einsetzen, einen hohen Kopplungsgrad von vornherein zu vermeiden. Dies ist realistisch, da es sich beim Law of Demeter um relativ einfache Richtlinien für die Interaktion zwischen Objekten handelt.
Stärken und Schwächen eines solchen Einsatzes des Law of Demeter werden diskutiert. Anhand eines Beispiels wird der einfache und effektive Einsatz dieser Regeln demonstriert.