VDM, die Vienna Development Method, wurde vom IBM Forschungslabor in Wien entwickelt. Seitdem gab es mehrere Erweiterungen und Weiterentwicklungen. VDM-SL ist seit 1996 ISO-Standard (ISO/IEC 13817-1). VDM++ ist die objektorientierte Variante von VDM.
VDM ist eine Sammlung von Techniken zur formalen Spezifikation und der Entwicklung von Softwaresystemen. Sie enthält eine Spezifikationssprache mit dem Namen VDM-SL. Damit werden Datentypen definiert und Funktionen auf diesen Datentypen vor allem über Vor- und Nachbedingungen (Pre- und Postconditions). VDM enthält Regeln zur Verfeinerung von Daten und Operationen, die es erlauben Verbindungen zwischen abstrakten Anforderungsdefinitionen und detaillierten Design-Spezifikationen bis hin zum Code zu etablieren. Zusätzlich gibt es Beweise in denen Aussagen über Systemeigenschaften des spezifizierten Systems gemacht werden können und über die Richtigkeit von Design-Entscheidungen.
VDM-SL ist eine modellorientierte Spezifikationssprache. Das bedeutet, dass eine Spezifikation in VDM-SL aus einem mathematischen Modell besteht, das aus einfachen Datentypen wie Mengen und Listen sowie Abbildungen besteht, zusätzlich gibt es Abbildungen, die den Zustand des Modells ändern.
Werkzeugunterstützung gibt es lediglich von einer dänischen Firma. Die IFAD bietet die VDMTools an.