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Verfahren
Zusammenhang interner Quellcodemerkmale mit Aspekten der Verständlichkeit
Methode/Technik:15468
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Beschreibung
Verschiedene interne Quellcodemerkmale hängen plausiblerweise mit verschiedenen Aspekten der Verständlichkeit zusammen:
  • Die Größe beeinflusst die Verständlichkeit. Verschiedene Umfangsangaben, teils abhängig von der benutzten Programmiersprache, beziehen sich auf die Anzahl von Codezeilen, Dateien, Funktionen, globalen Variablen, Typdeklarationen, Klassen, Instanzvariablen, Methoden, Paketen, Namensbereichen etc., die entweder für das Projekt insgesamt oder für einzelne Bestandteile erhoben werden können.


  • Dijkstra und Mills plädieren für den Verzicht auf Kontrollstrukturen, von denen sie glauben, dass sie das Verständnis von Programmen erschweren.


  • Kohäsion und Kopplung von Klassen oder anderen Teileinheiten eines Gesamtsystems beschreiben, ob der Zusammenhang von Systemteilen, die durch ihre Funktionalität eng aneinander gekoppelt sind, auch durch Bündelung in sie zusammenfassenden Einheiten ausgedrückt wird. Gewünscht wird, dass die explizite Systemaufteilung die implizite Kooperationsstruktur wiederspiegelt. Für objektorientierte Systeme diskutieren Chidamber und Kemerer (siehe: Metriksuite nach Chidamber und Kemerer - Teil 1) neben anderen auch derartige Metriken. Bei Klassen bedeutet dies etwa, dass der Zusammenhang solche Methoden und Variablen, die miteinander besonders eng interagieren, auch durch ihre Bündelung in derselben Klasse zum Ausdruck kommt. Es ist plausibel, dass geringe Kopplung von Codeeinheiten es erleichtert, die Einheiten getrennt voneinander zu verstehen, und dass hohe Kohäsion ein Hinweis darauf ist, dass eine Codeeinheit nicht weiter aufgeteilt werden sollte, weil sonst die Kopplung zwischen den entstehenden Einheiten groß wäre.


  • Die Benutzung von Glossar Entwurfsmustern und deren Dokumentation erleichtert das Verständnis eines Systems, weil Strukturen auf einen Schlag deutlich werden, die man sich sonst Schritt für Schritt verdeutlichen müsste.


  • In manchen Programmiersprachen kann explizit gemacht werden, welche Teile einer Codeeinheit zu deren öffentlicher Schnittstelle gehören und welche zur privaten Implementierung. Je kleiner eine Schnittstelle ist, desto weniger muss man gewöhnlich von der Codeeinheit wissen, um andere Codebestandteile verstehen zu können, in dem die Codeeinheit verwendet wird. Typische Beispiele für Schnittstellen für Funktionen und Methoden sind der Name, Parameterlisten und der Rückgabewert. Bei objektorientierten Programmiersprachen kann man für Klassen eine Benutzungsschnittstelle und eine Vererbungsschnittstelle unterscheiden; gewisse Instanzvariablen und die Signaturen gewisser Methoden gehören dabei zur Schnittstelle, alles andere ist privat.
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