Die verschiedenen Arten von Nachvollziehbarkeits- beziehungen werden üblicherweise in die folgenden drei Gruppen von Nachvollziehbarkeitsinformationen eingeteilt:
Quellennachvollziehbarkeit (Pre-Traceability):
Vorwärtsgerichtet zur Anforderung: Die Quelle einer Anforderung wird mit der entsprechenden Anforderung verbunden. Diese Beziehung ermöglicht die Analyse der Konsequenzen einer Veränderung innerhalb der Stakeholder oder der technischen Annahmen auf die existierenden Anforderungen und somit auf das zu erstellende System.
Rückwärtsgerichtet von der Anforderung: Es werden die Anforderungen mit ihren Quellen (Stakeholder, technische Annahmen, kooperierende Systeme, Gesetze usw.) verbunden. Dieses ist notwendig für die Validierung der Anforderungen und insbesondere notwendig in einem sicherheitskritischen oder politischen Umfeld.
Anforderungsnachvollziehbarkeit:
Diese Art verbindet Anforderungen miteinander, die in irgendeiner Weise in Abhängigkeitsbeziehung stehen. Diese Information wird zur Abschätzung des Aufwandes verwendet, der durch die Veränderung einer Anforderung entsteht. Diese Information sollte immer verwaltet werden.
Entwurfsnachvollziehbarkeit (Post-Traceability):
Vorwärtsgerichtet von der Anforderung: Ausgehend von einer Anforderung werden über Beziehungen alle auf der Anforderung basierenden Artefakte verbunden. Diese Artefakte können Architekturkomponenten, Entwurfsdokumente, Implementierungen, Testfälle usw. sein. Diese Beziehung dokumentiert die Verantwortung für die Anforderungserfüllung und ermöglicht die Analyse der Auswirkungen von Änderungen an Anforderungen.
Rückwärtsgerichtet zur Anforderung: Die Artefakte der Systementwicklung werden mit den Anforderungen verbunden, auf die sich ihre Existenz und Ausprägung begründet. Diese Beziehungen stellen die Übereinstimmung des Systems mit den Anforderungen sicher und decken die Existenz von Entwurfsobjekten ohne existierende Anforderung auf.