Wenn eine zielgerichtete Methode (z.B. GQM-Methode) zur Erstellung eines Qualitätsmodells gewählt wird, in dem ein Qualitätsziel mit zu vermessenden internen Software-Eigenschaften verknüpft wird, dann ist der spezifische Charakter der Elemente von Zwischenebenen nicht fixiert. Unter Gründe für die Konzeption der Elemente einer Zwischenebene als Konstruktionsprinzipien, wird diskutiert, weshalb auf einer Zwischenebene konkret anwendbare Prinzipien angegeben werden sollten und wie diese Forderung mit den einzelnen Verfahren vereinbar ist.
Beispiel: Es gelte für ein objektorientiertes Programm das Qualitätsziel „Wiederverwendbarkeit“. Ein denkbares Konstruktionsprinzip hierfür wäre „für jeden Entitätstyp des Anwendungsbereiches existiert eine diesen modellierende Klasse", weil auf diese Weise erleichtert werden kann, dass in anderen Anwendungen, in denen ein Entitätstyp wiederkehrt, diese Klasse wiederverwendet werden kann.
Aufgrund der herausgehobenen Rolle von Konstruktionsprinzipien ergeben sich weiterhin neue Forderungen an die externe Validierung der eingesetzten Maße. Sie muss sich nicht mehr ausschließlich auf die Extreme des Qualitätsbaumes, nämlich einer Korrelation zwischen Metriken und dem Qualitätsziel, sondern auch auf die Zwischenebene mit den Konstruktionsprinzipien beziehen (siehe auch: Die Rolle von Konstruktionsprinzipien bei der Validierung).
Qualitätsmodelle werden manuell aus einem zunächst abstrakten Qualitätsziel abgeleitet. Das Modell ist nur dann realitätstreu, wenn möglichst alle Einflussfaktoren auf das Qualitätsziel bedacht werden. Das Qualitätsmodell sollte hinsichtlich der Kriterienauswahl möglichst vollständig sein. Qualität selbst ist von verschiedenen Randbedingungen abhängig:
Art des Qualitätsziels: Der Standard ISO/IEC 9126 Standard definiert ein allgemeines Qualitätsmodell für Software, an welchem man sich orientieren kann. Die oberste Ebene des dort beschriebenen Qualitätsmodells wird unter FCM-Methode, das Qualitätsmodell und ISO/IEC 9126 beschrieben.