Die unterste Ebene eines Qualitätsmodells bilden konkrete Metriken. Viele Metriken erlauben prinzipiell eine automatische Erhebung (wenn auch bislang nicht für alle brauchbare Messwerkzeuge vorhanden sind). Probleme bestehen nicht so sehr bezüglich der Erhebung der Daten, als vielmehr bezüglich ihrer Aussagekraft im Hinblick auf das zuerreichende Qualitätsziel. Die Messwerte allein stellen nur ein Zwischenergebnis der Untersuchung dar. Sie müssen hinsichtlich der ursprünglichen Qualitätsanforderungen eingeordnet werden. Für einzelne Maße ist zu klären, welche Werte eine im Sinne des Ziels gute Qualität anzeigen und daher akzeptabel sind und für welche eher von einer Qualitätsanomalie auszugehen ist.
Prinzipiell besteht das Problem, dass Metriken schwer in der Lage sind, absolute Qualitätsaussagen zu machen. In den seltensten Fällen können stets zutreffende Vorgaben hinsichtlich eines akzeptablen Bereichs der Messwerte gemacht werden, weil diese z.B. von der Größe der jeweils untersuchten Systeme abhängig sind.
Prinzipiell gibt es vier Lösungsansätze zur Festlegung akzeptabler Grenzen: