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Verfahren
FCM-Methode, das Qualitätsmodell und ISO/IEC 9126
Methode/Technik:15294
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Beschreibung
Eine wichtige Methode zur Operationalisierung von Software-Qualitätsbegriffen ist die Factors-Criteria-Metrics-Methode (FCM). Hierbei werden für das abstrakte Qualitätskonzept zunächst eine Anzahl von Merkmalen (engl. „factors“) identifiziert, die verschiedene Seiten des Qualitätsbegriffs konkreter machen. Dann werden für jedes dieser Merkmale einige Teilmerkmale (engl. „criteria“) aufgelistet, um es weiter zu konkretisieren. Der letzte Schritt der FCM-Methode ist die Bestimmung von Metriken für jedes der Teilmerkmale, die unmissverständlich definieren, wie für den zu untersuchenden Gegenstand festgestellt werden kann, inwiefern ein hinsichtlich seiner Qualität zu überprüfender Gegenstand die aus einem Qualitäts-Teilmerkmal erwachsenden Anforderungen erfüllt.

Das Ergebnis dieser schrittweisen Verfeinerung wird als Glossar Qualitätsmodell bezeichnet. Man kann es als endlichen azyklischen schichtartig organisierten gerichteten Graphen auffassen, in dem Kanten von den abstrakteren Konzepten zu den konkreteren Konzepten verlaufen, die sie direkt verfeinern. An den Blättern des Graphen, also den Knoten ohne ausgehende Kanten, finden sich die Glossar Metriken. Dieser Graph ist im Allgemeinen kein Baum, weil dieselbe Metrik für mehrere Teilmerkmale relevant sein kann.

Für die Software-Produktqualität liefert die Norm Literatur ISO/IEC 9126 ein Beispiel für die ersten beiden Schritte des FCM-Verfahrens, also für die Identifikation von Merkmalen und eine mögliche Festlegung von Teilmerkmalen der Software-Produktqualität für jedes Merkmal. Die Norm unterscheidet sechs Merkmale der Software-Produktqualität, für die jeweils wieder verschiedene Teilmerkmale unterschieden werden. Im einzelnen wird in der ISO/IEC 9126 die Unterscheidung der folgenden Merkmale und Teilmerkmale der Qualität von Softwareprodukten vorgeschlagen:
  • Funktionalität, mit den Teilmerkmalen Angemessenheit, Richtigkeit, Interoperabilität, Anforderungstreue, Zugriffssicherheit


  • Zuverlässigkeit, mit den Teilmerkmalen Reife, Fehlertoleranz, Wiederherstellbarkeit


  • Verwendbarkeit, mit den Teilmerkmalen Verständlichkeit, Erlernbarkeit und Benutzbarkeit


  • Effizienz, mit den Teilmerkmalen Zeitverhalten und Ressourcenverhalten


  • Pflegbarkeit, mit den Teilmerkmalen Analysierbarkeit, Änderbarkeit, Stabilität und Testbarkeit


  • Portierbarkeit, mit den Teilmerkmalen Anpassbarkeit, Installierbarkeit, Einhaltung von Portierbarkeitsnormen und -konventionen, und Ersetzbarkeit.

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